Von Anspannung und Aufregung war bei den 30 Debattanten bei der Begrüßung in der Aula im Schulzentrum nichts zu spüren. Die Chefin des Haigerlocher Gymnasium Karin Kriesell freute sich, dass ihre beiden Deutschlehrerinnen Kerstin Gotthardt und Janine Hammer die Organisation des Regionalwettbewerbs Neckar-Alb für die sieben Gymnasien bestens vorbereitet hatten. Kriesell wünschte den Debattanten mit dem Goethe-Wort "Nur im Auseinandersetzen mit dem Widerspruch ist Erfolg beschieden" spannende Diskussionsrunden. Dem Dank der Chefin des Haigerloch Gymnasiums schloss sich auch Organisatorin Susanne Thoma-Hass vom Friedrich-Liszt-Gymnasium Reutlingen an.

Durchgesetzt auf Schulebene hatten sich für den Regionalwettbewerb 30 Teilnehmer aus folgenden Gymnasien: Evangelisches Firstwald-Gymnasium Mössingen, Quenstedt-Gymnasium Mössingen, Johannes Kepler Gymnasium Reutlingen, Friedrich Schiller Gymnasium Reutlingen, Karl von Frisch Gymnasium Dußlingen, Gymnasium Hechingen und Gymnasium Haigerloch.

Gefragt waren dabei von den Debattanten Gesprächsverhalten, Sachkenntnis und Überzeugungskraft. In den Klassen 8 bis 9 ging es um die Themen: "Soll die Teilnahme an den Bundesjugendspielen für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 10 freiwillig möglich sein?" oder "Soll ein Umweltpfand für Mobiltelefone eingeführt werden?" Damit setzten sich unter anderem Helena Mayer, Michelle Blocher, Gina Stöck und Temur Büsra (Gymnasium Hechingen) und Niels Lautemann (Gymnasium Haigerloch) auseinander.

In den Kursstufen ging es auch um das aktuelle Thema: "Sollen von unserer Stadt mehr Flüchtlinge aufgenommen werden?". Darüber diskutierten Eva Gross, Vanessa Schumacher und Cem Öszcan (Haigerloch). Die Befürworter legen sich dabei mächtig ins Zeug und meinten, dass doch in der Stadt Haigerloch leerstehende Wohnungen mit Flüchtlingen belegt werden sollten, damit die Flüchtlinge sich im Kontakt mit den Nachbarn besser einleben und sich möglichst schnell in fehlende Handwerksberufe einarbeiten können. Die Kontrameinung befürwortete den Ausbau größerer Flüchtlingslager in den Herkunftsländern.

Gespannt wurde am Montagabend auf die Wertungen der Juroren gewartet. In der Sekundarstufe 1 gab es folgende Platzierung: Platz eins und zwei gingen an Marcell Toth und Ingrid Gimpel, beide Johannes Kepler Gymnasium Reutlingen, gefolgt von Temur Bürsa und Helena Mayer vom Gymnasium Hechingen. Alle vier Erstplatzierten haben sich damit fürs Regionalfinale qualifiziert (am morgigen Mittwoch von 19 bis 21 Uhr, im Karl-von-Frisch-Gymnasium Dußlingen).

Dasselbe gilt auch für Gabriela Packeiser, Friedrich Schiller Gymnasium Reutlingen, Mark Boenigk, Quenstedt-Gymnasium Mössingen, Luis Schüpbach, Evangelisches Firstwald-Gymnasium Mössingen und Jakob Stoll, Quenstedt-Gymnasium Mössingen.

Über Dußlingen und Stuttgart bis nach Berlin

Regionalfinale Mit dem Abschluss der Qualifikation in Haigerloch geht der Wettbewerb "Jugend debattiert" in der Region Neckar-Alb jetzt ins Finale, das morgen, 11. Februar, ab 19 Uhr im Karl-von Frisch-Gymnasium Dußlingen stattfindet.

Landes- und Bundesebene Im Regionalfinale geht es um das Erreichen der Landesqualifikation. Das Landesfinale für Baden-Württemberg ist am 17. April im Stuttgarter Landtag, das Bundesfinale dann am 27. Juni in Berlin.

SWP