Was macht eine Profi-Skispringerin wie Juliane Seyfarth in ihrer knappen Freizeit nach einem harten Sommertraining oder dem Sommer-Grand-Prix-Skiwettbewerb, der kürzlich in Hinterzarten startete? Sie sucht Entspannung. Und das findet die Sportlerin und Bundeswehrsoldatin etwa auch bei einem Fotoshooting.

Auf der Suche nach guten Fotografen wurde sie auf den Bad Imnauer Jonas Haid aufmerksam. Juliane Seyfarth: „Die Fotos von Jonas im Netz haben mir sehr gefallen und ich habe sie auf Instagram immer geliked.“ (Heißt: Mit „gefällt-mir“ bewertet.) Als er sie daraufhin wegen eines Shootings gefragt habe, habe sie spontan zugesagt.

Über den Sommer muss sich die 45 Kilogramm leichte und 1,62 Meter große Skispringerin im Leistungszentrum in Oberstdorf fit halten. „Da kommen die Fotoshootings gerade recht“, sagt sie, „um einfach mal Abwechslung in den Alltag zu bekommen und nicht immer nur Sportkleidung tragen zu müssen.“ Das Shooting mit Jonas Haid im Hotel „Tanneck“ in Fischen sei hervorragend organisiert gewesen. Fotografiert wurde im Bikini-Look im neuen Naturbadeteich und im Whirlpool, aber auch im Abendkleid an der Rezeption.

Nach 2,5 Stunden Fotosession erzählte die Springerin Jonas Haid beim Abendessen aus ihrem Sportlerleben. So, dass ihre Bestweite 143 Meter waren und sie gerne einmal über 200 Meter auf einer Skiflugschanze fliegen würde. „Fliegen ist für mich beim Skispringen wie der kurze Moment von Schwerelosigkeit.” Aber das Skifliegen ist für Frauen vom Verband noch nicht zugelassen.

Nach dem Sommerurlaub soll ein weiteres Shooting mit Jonas Haid im Allgäu stattfinden, bevor im Dezember die neue Winter-FIS-Weltcupsaison in Lillehammer/Norwegen beginnt.

In diesem Jahr gelang ihr der Sprung in die Weltspitze


Karriere Die 29-jährige Juliane Seyfarth stammt ursprünglich aus Ruhla in Thüringerin. In diesem Jahr schaffte die sympathische Wahl-Oberstdorferin den Sprung in die Weltspitze. Bei der WM in Seefeld Ende Februar holte sie den Titel in der DSV-Damenskisprungmannschaft und im Mixed-Team. Zudem wurde sie Dritte im Damen-Weltcup 2018/19. Den neuen Wettbewerb „Blue-Bird-Tour“ gewann sie im März in Russland. Drei Siege und ein abschließender zweiter Platz reichten zum Gesamtsieg. Jetzt folgte der Sieg beim Sommer-Grand-Prix im Mixed in der Mannschaft und Platz 8 im Einzelspringen.