Einfallsreiche Kostüme und Maskeraden, schöne Bühnenbilder, Akrobatik, sowie einige atemberaubende Stunts machten den Showtanz-Spektakel am Freitag in der Trillfinger Mehrzweckhalle zu einem echten Vergnügen.  Immer wieder wurden auf der Bühne quasi kleine Geschichten „erzählt“, und bei manchen Garden hatte man das Gefühl, Szenen aus einem Film oder Musical beizuwohnen.

Der Showtanzabend wurde eröffnet von der Minigarde aus Trillfingen unter dem Motto „Als Mädchen zu den Fischen geschwommen – und dem Hai um ein Haar entkommen“. Die jungen Tanztalente versuchten, als Fische kostümiert zu Titeln wie „I Get No Doubt“ oder „Follow Me“ den Fängen eines Raubfisches zu entkommen, und trotz des jugendlichen Alters setzten sie auch mit Hebefiguren oder kleinen Pyramiden Akzente.

Die „Mixed Emotions“ aus Boll waren als bunte  Vogelscheuchen verkleidet, ehe die Einzelfigur, eine „schwarze Krähe“ ihre Flügel entfachte, und so die Dunkelheit an die Macht kam. Der mystische Auftritt wurde durch düstere Songs wie „Wake Me Up“ von Evanescence untermalt, und zum schönen Bühnebild gehörten viel Getreide, ein Käfig und ein riesiges schwarzes Tuch. Zu den tänzerischen Elementen gesellten sich imposante Pyramiden und originelle Hebefiguren.

Ganz anders ging es anschließend auf der Bühne zu, als die Marschgarde aus Melchingen zu gemäßigteren Klängen einen flotten Marschtanz aufs Parkett legte und mit diversen Formationen glänzte.

Die Truppe „Just Dance“ aus Stein trieb als „Devil´s Army“ ihr Unwesen, und die Akteurinnen waren entsprechend gruselig gekleidet – aber dennoch hübsch anzuschauen. Zu düsteren Songs und inspiriert vom Film „Maleficent“ beeindruckten sie mit tollen Choreographien, Pyramiden und Hebefiguren.

Die Tänzerinnen aus Rangendingen (Motto „Ohne Worte“) agierten als schwarz-weiß gewandete Pantomimen mit Baskenmützen vor Bildern von Gebäudewänden als Bühnenhintergrund zu passenden Titeln wie Michael Jacksons „Black Or White“, bekamen auf der Bühne wie Helene Fischer „Herzbeben“, und eine zusätzliche Figur durfte ebenfalls mitmischen, ebenso wie „Ein Mann für Amore“. Dabei setzte man nicht auf übertrieben viele Hebefiguren, sondern gefiel vor allem tänzerisch und mit besonderen kleinen Einlagen.

Anschließend enterten beim Auftritt der Frommerner („Ein Tag auf hoher See“) viele Wikinger mit Helmen, roten Zöpfen und Schwertern die Bühne und hatten quasi eine Art kleines Musical einstudiert. Auch hier lag der Fokus auf tollen tänzerischen Einlagen. Sogar ein Wildschwein wurde am Stock über die Bühne getragen und es wurde Konfetti ins Publikum geschossen. Musikalisch untermalt wurde das Ganze durch „Wild Dances“ von Ruslana, Liedern, die Richtung Mittelalterrock tendierten oder als Seemannslieder („What Shall We Do With A Drunken Sailor“) daher kamen. Natürlich durfte „Hey, hey Wickie“ nicht fehlen. Eine schöne Pyramide setzte dem Wikingertanz die Krone auf.

Einer der Höhepunkte war vermutlich der Auftritt der Mädels aus Stetten, die als Ritter und Bürgerliche auf der Bühne ihr Unwesen trieben. Als Bühnenbild dienten eine Burg und ein Burghof, und Kämpfe hoch zu Ross, sowie Schwertkämpfe reicherten die Show an. Dazu gesellten sich schöne Figuren und Akrobatik. Am Ende wurde Ludwig zum Ritter geschlagen.

Die Mädels der Dancing Devils aus Stein als Super-Marios, unterstützt von einer Prinzessin, hatten sogar einen Paartanz zu bieten, und die Tänzerinnen aus Hart zeigten ihre Vorliebe für „Paintball“ und setzten zu Songs wie „Warriors Of The World“, „Millionen Farben“ oder „Blue“ vor allem mit Wurf-, Sprung- oder Fallfiguren Akzente.

Weiter trat die Garde aus Gruol mit einem lustigen, schwäbischen Motto auf und präsentierte verschiedene Formationen und Figuren, teils gleichzeitig über die Bühne verteilt. Hier drehte sich alles um Getreide und eine Müllerin.

Die „No Names“ aus Bildechingen erwiesen sich als „Hüter des blauen Saphirs“ und spannten blaue Regenschirme auf, und die Akteurinnen vom Spandalenballett aus Geislingen gaben bekannt: „Aus dem Spandalenwald kommen wir – eine Herde, halb Mensch, halb Tier“. Das „Hofballett“ aus Empfingen warnte vor einem Jäger, und mit vielen bunten Figuren aus „Super Mario“ (Narrhalla Klein-Berlin Melchingen) endete der famose Showtanzabend. Bei Gruol, Bildechingen und Empfingen war sogar ein männlicher Akteur dabei.

Bereits am Nachmittag hatten die jungen Garden Gelegenheit, ihr Können zu zeigen, darunter Bambini, Mini- und Juniorgarden unter anderem aus Gruol, Hart, Stetten und Rangendingen.