Haigerloch Schwimmer zeigen Solidarität mit KiSS

Urkunden und Medaillen warteten auf die Schwimmer mit der größten Ausdauer. Beste Schwimmerin im Einzelwettbewerb war Renate Beck (Sechste von links, mit Pokal). Ganz rechts Freibadchef Jens Walter.
Urkunden und Medaillen warteten auf die Schwimmer mit der größten Ausdauer. Beste Schwimmerin im Einzelwettbewerb war Renate Beck (Sechste von links, mit Pokal). Ganz rechts Freibadchef Jens Walter. © Foto: Max Bäurle
Das 24 / Max Bäurle 06.08.2018
Ein großes Spektakel war das 24-Stunden-Schwimmen im Haigerlocher Freibad zugunsten der Kindersportschule Eyach.

Das 24-Stunden-Schwimmen, zu dem das Haigerlocher Freibad-Team von Freitag, 17 Uhr, bis Samstag, 17 Uhr, aufgerufen hatte, war mit 217 Teilnehmern ein voller Erfolg. Der Sport und Spaß diente einem guten Zweck, denn die Imnauer Mineralquellen belohnten jeden geschwommenen Kilometer mit 50 Cent. Der Erlös kommt der Kindersportschule Eyach zugute, die sich zudem noch über einen Pauschalbetrag der AOK freuen darf.

Wie mehrfach berichtet, kämpft die Kindersportschule – bislang erfolglos – um einen jährlichen Zuschuss gemäß der Vereinsförderrichtlinien der Stadt Haigerloch.

Mannschaftssieger wurde das Team des Rangendinger Schwimmsportvereins (RSSV) mit 10,050 Kilometern. Auf Platz zwei und drei in der Teamwertung kamen die DLRG-Ortsgruppe Haigerloch mit 9,450 Kilometern und das Team „Eger und Schwimmpartner“ mit 8,050 Kilometern. Insgesamt 14 Mannschaften waren an den Start gegangen, sie bestanden aus vier bis acht Schwimmern. Die besten vier Schwimmer kamen in die Wertung.

Mannschaftsschwimmer durften auch im Einzelwettbewerb ran. Bei den Damen siegte Renate Beck mit 17,1 Kilometern vor Beate Stehle (elf Kilometer) und Luzia Baiker (zehn Kilometer). Bei den Herren war Günter Eger im Wasser am fleißigsten, er kam auf 13,5 Kilometer. Eger setzte sich gegen Sven Laufermann (zehn Kilometer) durch.

Erstaunlich: Auf dem dritten Rang landete der erst 13-jährige Simeon Lindauer, der acht Kilometer im Wasser absolvierte.

Da Renate Beck die größte Strecke aller Erwachsenen – Männer und Frauen zusammen – zurückgelegt hatte, durfte sie sich als Gesamtsiegerin über den Wanderpokal freuen. Ansonsten gab es für alle Podestplätze Medaillen und Urkunden. Bei den Kindern gab es keine spezielle Wertung, die Medaillen wurden dem Alter und der erbrachten Leistung entsprechend vergeben. Dazu bekamen alle bei der Siegerehrung am Samstagabend anwesenden Kinder ein Eis.

Die Siegerehrung fand rund um die Sprungbretter statt. Diese stellten quasi das von olympischen Spielen her bekannte Podest dar. Das Dreimeterbrett war für die Sieger reserviert, die beiden flankierenden Einmeterbretter für die Plätze 2 und 3. Bei den Kindern durften alle aufs Dreimeterbrett, und die Kleinen sprangen von dort begeistert ins Wasser, während die Erwachsenen die Leitern hinabkletterten.

Aus dem Hintergrund wurde passenderweise der berühmte Siegersong „We Are The Champions“ eingespielt, und die Zuschauer bei der Siegerehrung spendeten den Schwimmern viel Applaus, auch die etwas weiter entfernten Freibadgäste applaudierten.

Die Auszeichnungen wurden vorgenommen von Jens Walter, der von zwei Kolleginnen aus dem Freibad-Team unterstützt wurde. Da über die kompletten 24 Stunden immer Jury-Mitglieder beziehungsweise Aufsichtspersonen anwesend sein mussten, war das Team ganz schön gefordert, die Helfer sorgten in Schichten für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Damit sich die Schwimmer zwischendurch stärken konnten, gab es Obstplatten, die von der Firma Edeka Sinz gestiftet wurden. Um das Ganze etwas aufzulockern, war das Schwimmen von Musik begleitet. Es erklangen Lieder aller Art, und Schwimmer, die eine bestimmte Strecke hinter sich gebracht hatten, durften sich als Belohnung ein Lied wünschen.

17,1

Kilometer legte Renate Beck beim 24-Stunden-Schwimmen im Haigerlocher Freibad zurück – so viele wie niemand sonst. Dafür erhielt die Trillfingerin den Wanderpokal überreicht.

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