Haigerloch Schwarze Zahlen dienen dem Schuldenabbau

© Foto: Fotolia
WILFRIED SELINKA 30.12.2014
Deutlich besser als erwartet ist in Haigerloch die Jahresrechnung 2013 ausgefallen. Durch das bessere Ergebnis kann die Stadt Schulden abbauen.

Ein erfreuliches Zahlenwerk präsentierte Haigerlochs Stadtkämmerer Timo Müller dem Gemeinderat zum Jahresende: Das Finanzjahr 2013 fiel deutlich besser aus als erwartet. Der Verwaltungshaushalt schrumpfte von 21,9 auf 21,7 Millionen Euro. Einsparungen ergaben sich vor allem beim Verwaltungs- und Betriebsaufwand und bei den Zinsen. Mehreinnahmen bescherte der Stadt die Einkommensteuer, die um 180 000 Euro auf 4,63 Millionen Euro kletterte. Hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist mit 2,33 Millionen Euro allerdings die Gewerbesteuer. Unterm Strich warf der Verwaltungshaushalt 1,75 Millionen Euro für den Vermögenshaushalt ab - 300 000 Euro mehr als geplant. Durch diese höhere Zuführung konnte im Investitionshaushalt der Kreditbedarf um 400 000 Euro reduziert werden. Dennoch mussten fast 470 000 Euro neu aufgenommen werden, was den Schuldenstand auf knapp 13,9 Millionen Euro hochschraubte. In der Rücklage hat die Stadt derzeit nur knapp 444 000 Euro. In der Summe flossen 4,4 Millionen Euro in die verschiedensten Baumaßnahmen, darunter als größte Posten die Restfinanzierung der Schulzentrum-Erweiterung mit 1,07 Millionen Euro, der Ausbau der Ortsdurchfahrt Bittelbronn mit 475 000 Euro und der Anschluss der Kläranlage Gruol an die Sammelkläranlage Karlstal mit 585 000 Euro.

Stadtrat Walter Stocker (CDU) kritisierte einen Anstieg der Verschuldung auf 16,4 Millionen Euro zum Jahresende 2014. Stadtkämmerer Müller verwies aber auf nicht in Anspruch genommene Kredite über 900 000 Euro in diesem Jahr, so dass sich der Schuldenstand bei 15,5 Millionen Euro einpendele.