Die Aula des Haigerlocher Schulzentrums war am Donnerstagabend gut gefüllt. Hauptsächlich Schüler wollten die Schulbands spielen hören. Die erste der beiden Musikbands entstand vor fünf Jahren am Gymnasium, verstärkt durch einen ebenfalls musikalisch begabten Schüler der Realschule. Im Laufe der Zeit interessierten sich immer mehr Schüler für das Projekt, so dass vor etwa zwei Jahren unter der Leitung von Bernd Liener eine zweite Band gegründet wurde. Da auch Realschüler vermehrt Interesse bekundeten, frönen Schülerinnen und Schüler aus beiden Schulen ihrer Leidenschaft für die Musik in den beiden Bands.

Wie das Konzert am Donnerstag zeigte, herrscht Harmonie zwischen beiden Schulen - jedenfalls auf musikalischer Ebene. Den Anfang machte bei der abwechslungsreichen Veranstaltung die jüngere Band. Sie zeigte eine erstaunliche musikalische Reife und überzeugte mit einem Spektrum, das von deutschsprachigen Titeln über Oldies, bis hin zu moderneren Songs reichte. So entführten die Talente ihr Publikum in eine "Welt hinter Glas", besangen die "Lady in black" von Uriah Heep, spazierten über den "Boulevard of broken Dreams" und ließen den "Zombie" der Cranberries über die Bühne geistern.

Die Musiker der älteren Band, die unter der Leitung des Jugendbegleiters Erik Biscalchin probt, knüpften nahtlos an das hohe Niveau der Vorband an. Auch hier gab es ältere Songs wie "The Wall" (Pink Floyd) oder "We will rock you" (Queen), aber auch Titel wie "I wanna fly away" (Lenny Kravitz) oder "Do I wanna know" (Arctic Monkeys) zu hören.

Bei vielen Songs beider Bands klatschten, sangen und tanzten die Zuhörer begeistert mit und waren auch um Choreographien nicht verlegen, wie etwa bei "Everybody" von den Backstreet Boys. Weiter waren teils filigrane Solo-Einlagen einiger Musiker zu bestaunen, und auch der Gesang wusste zu gefallen.