Die nun schon fast zehn Jahre bestehende Partnerschaft mit dem Collège Les Sorentines in Châtillon-le-Duc bei Besançon in der Franche-Comté und dem Gymnasium Haigerloch hat sich hervorragend etabliert und war auch in diesem Jahr eine Bereicherung für die Schülerschar auf beiden Seiten.

Die Achtklässler beider Nationen verbringen stets je eine Woche in den Familien ihrer Austauschpartner und haben so die Möglichkeit, das französische beziehungsweise das deutsche Familienleben kennen zu lernen.

Während des Aufenthaltes bekommen sie Einblicke in das jeweilige Schulsystem und werden motiviert, die fremde Sprache zu erlernen. Außerdem gibt es für die Gäste sowie die Gastgeber immer ein spannendes Programm. So besuchten die Franzosen beispielsweise die Mercedes-Werke in Sindelfingen. Beim dortigen Empfang durften sie sich in echte Mercedes-Modelle setzen.

Der Ganztagesausflug der Schülerinnen und Schüler an den Bodensee mit Bootsfahrt zur Insel Mainau bei prächtigem Frühsommerwetter bleibt sicherlich auch vielen im Gedächtnis. Außerdem wurde in Tübingen eine lustige Stadtrallye gemacht.

Der nasse Spaß beim Badkap-Besuch ist für die französischen Gäste immer ein besonderer Höhepunkt, da es in Frankreich nur sehr wenige Spaßbäder dieser Art gibt - die verschiedenen Rutschen waren daher praktisch dauerbelegt.

Wie es sich für eine gelungene gemeinsame Zeit geziemt, fiel der Abschied dementsprechend tränenreich aus. Die Vorfreude aufs nächste Wiedersehen ist groß.

Achtklässlerinnen erinnern sich

Erinnerung Die Schülerinnen Amelie Stober und Jeannine Perisset (Klasse 8c) berichten von ihrem Aufenthalt in Châtillon-le-Duc, der dem Besuch der Franzosen in Haigerloch vorausging, folgendes: Am Morgen des 11. März machten sich 30 Schüler der Klassenstufe 8 aus dem Gymnasium Haigerloch mit zwei Lehrern (Frau Wolf und Herr Michelfeit) auf den Weg nach Frankreich. Dort haben sie eine Woche bei ihren Gastfamilien in Châtillon-le-Duc (nahe der Stadt Besançon) verbracht. Vollbepackt und aufgeregt fuhren die Schüler los, und je mehr sie sich dem Ziel näherten, desto größer wurde die Spannung. Auf der Fahrt wurde Musik gehört, gelacht und gerätselt, was sie in Frankreich alles erwarten würde. Nach vier Stunden Fahrt erreichte der Bus Châtillon-le-Duc, wo alle schon sehnsüchtig erwartet wurden. Zur Begrüßung wurden die Schule und das Programm vorgestellt und es gab ein kleines Buffet. Man wurde von den Eltern abgeholt und verbrachte den Abend mit seiner Gastfamilie. Das Wochenende über machten die Schüler individuelle Ausflüge - zum Beispiel zur Citadelle -, aber auch Gruppenunternehmungen. Am Montag durften die deutschen Schüler den französischen Unterricht in Zweiergruppen kennenlernen.

An den restlichen Tagen wurden Ausflüge beispielsweise zu einer Höhle, einer Chocolaterie und einer Fromagerie unternommen. Meistens waren die französischen Austauschpartner dabei. Am letzten Abend trafen sich manche Schüler noch einmal zu einer Abschlussparty, bevor man ans Packen dachte. Am nächsten Morgen hieß es dann auch schon Abschied nehmen, was allen sehr schwer fiel. Doch man würde sich schon bald wiedersehen, da Ende April die Austauschschüler zum Gegenbesuch kommen. Allen Jugendlichen hat der Austausch viel Spaß gemacht und es war ein tolles Erlebnis.

SWP