Neubau Schlotterer Rollcom richtet sich für die Zukunft aus

Spatenstich am Freitag im Lichtäcker (v. l.): rollcom-Geschäftsführer Thomas Burghardt, Klaus Braun, Geschäftsführer der Schwesterfirma Alukon, Martin Hörmann, persönlich haftender Gesellschafter der Hörmann Gruppe, Bauunternehmer Uwe Gfrörer, Planer Gebhard Gfrörer, Bürgermeister Heinrich Götz, und rollcom-Geschäftsführer Volkmar Döring.
Spatenstich am Freitag im Lichtäcker (v. l.): rollcom-Geschäftsführer Thomas Burghardt, Klaus Braun, Geschäftsführer der Schwesterfirma Alukon, Martin Hörmann, persönlich haftender Gesellschafter der Hörmann Gruppe, Bauunternehmer Uwe Gfrörer, Planer Gebhard Gfrörer, Bürgermeister Heinrich Götz, und rollcom-Geschäftsführer Volkmar Döring. © Foto: Andrea Spatzal
Haigerloch / Andrea Spatzal 14.10.2017

Strahlendes Herbstwetter und strahlende Gesichter am Freitagmorgen in Haigerloch: Vertreter des Bodelshausener Unternehmens Schlotterer rollcom und der Stadt Haigerloch setzten im Gewerbegebiet „Lichtäcker“ den ersten Spatenstich für ein Leuchtturm-Projekt, von großer Strahlkraft. Schlotterer rollcom, Hersteller von Sonnen- und Insektenschutzsystemen, baut auf einer Grundstücksfläche von mehr als 46­ 000 Quadratmetern in Haigerloch einen neuen Firmensitz. Die Investitionssumme bewegt sich im zweistellige Millionenbereich, wie Martin Hörmann als Vertreter der Eigentümerfamilie wissen ließ. Mit dem Bau des neuen Firmenstandortes werde sich das Unternehmen mit seinen zirka 100 Mitarbeitern „für die Zukunft ausrichten und langfristiges Wachstum ermöglichen“. Der Neubau soll Ende 2018 bezugsfertig sein, soll die Verlagerung des Standortes von Bodelshausen nach Haigerloch beginnen.

Beim ersten Spatenstich sparte Volkmar Döring, Geschäftsführer bei Schlotterer rollcom, nicht mit Lob für die Stadt Haigerloch, Bauamt, Gemeinderat und Bürgermeister Dr. Heinrich Götz. Er habe „von Anfang an ein gutes Gefühl“ bei der Standortwahl gehabt. Die Firma habe „tolle Unterstützung“ erfahren. „Als einer der führenden süddeutschen Herstellerin der Branche ist es für uns wichtig, vorausschauend am Markt zu agieren, um unsere Stellung zu halten und weiter auszubauen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Maßnahmen notwendig, die an unserem jetzigen Firmensitz in Bodelshausen perspektivisch nicht möglich wären“, erklärte Döring die Gründe für die Standortverlagerung. Die Produktionsgebäude des Unternehmens in Bodelshausen seien angemietet und darüber hinaus stark sanierungsbedürftig. Eine geeignet große Gewerbefläche für einen Neubau sei in Bodelshausen nicht verfügbar gewesen.

Die Firma Schlotterer war bis 2011 inhabergeführt, wurde dann an eine Finanzbeteiligungsgesellschaft verkauft, von der die Firmengruppe Hörmann mit Sitz im westfälischen Steinhagen das Bodelshausener Traditionsunternehmen vor zirka einem Jahr erworben hat. Die Hörmann Gruppe ist Europas Nr. 1 für Türen und Tore. Das in 4. Generation familiengeführte Unternehmen hat zirka 6000 Mitarbeiter und bilanzierte zuletzt einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro.

„Wir wollen von Haigerloch aus richtig Gas geben“, kündigte Martin Hörmann an. Der Neubau mit Produktion, Lager, Verwaltungs- und Schulungsräumen erfülle höchste energetische Anforderungen. Die Produktionsanlagen seien die modernsten in Europa, ja weltweit. Für Haigerloch sei der Neubau  ein „Leuchtturm-Betrieb“, dem weitere Gewerbeansiedlungen folgen werden, der „im besten Falle internationale Unternehmen anziehen wird“, so Hörmann. Mit der Größe des zeitnah bebaubaren Grundstücks und der optimalen Verkehrsanbindung habe das Haigerlocher Gewerbegebiet „ideale Voraussetzungen“ geboten.

Das hörten die Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktionen gern, die beim Spatenstich vollzählig anwesend waren: Karl-Heinz-Schneider (CDU), Hans Fischer (FW) und Konrad Wiget (SÖL). Auch Weildorfs Ortsvorsteher Markus Gauss war dabei, der immer wieder betont, dass das Gewerbegebiet auf Weildorfer Gemarkung liegt. Die Adresse des neuen Leuchtturm-Betriebs wird übrigens „Am Giesbaum“ (Kirschbaum) lauten. Der Ortschaftsrat Weildorf hat diesen Namen in Anlehnung an den alten Gewannnamen ausgewählt. Anwesend bei der Baustellenfeier waren auch der Planer Gebhard Gförer und Bauunternehmer Uwe Gfrörer, beide Empfingen.

Man habe diesem Tag „entgegen gefiebert“, stellte Bürgermeister Dr. Heinrich Götz in seinem Grußwort fest. Der Spatenstich markiere „den Start eines fantastischen Programms“. Die Ansiedlung des Unternehmens Schlotterrer rollcom sei „gut und wichtig für die Region und für die Stadt Haigerloch“. Den früheren Besitzern der Ackerflächen habe er versprochen, im neuen Gewerbegebiet Firmen anzusiedeln, die Arbeitsplätze bereitstellen. „Und ich habe mein Versprechen gehalten“, freute sich Götz.