Haigerloch Sarah Schanz ein echter Glücksgriff

Die fleißigsten Probenbesucher wurden von Vereinschef Robert Kuti (l.) geehrt. Dirigentin Sarah Schanz (2.v.l.) war das zentrale positive Thema der Hauptversammlung.
Die fleißigsten Probenbesucher wurden von Vereinschef Robert Kuti (l.) geehrt. Dirigentin Sarah Schanz (2.v.l.) war das zentrale positive Thema der Hauptversammlung. © Foto: Max Bäurle
Haigerloch / Max Bäurle 03.04.2018
Die Haigerlocher Stadtkapelle ist mit der neuen Dirigentin mehr als zufrieden. Nur die dünne Personaldecke bereitet Sorge.

Zentrales Thema bei der Stadtkapelle Haigerloch im vergangenen Jahr war der Dirigentenwechsel, wie Vorsitzender Robert Kuti bei der Hauptversammlung in der Ölmühle berichtete. Bereits nach der Hauptversammlung 2017 habe man sich auf die Suche nach einem geeigneten Nachfolger für Armin Wehrstein gemacht und drei Bewerber zu Probedirigaten eingeladen. Hier habe sich dann mit Sarah Schanz eine klare Favoritin herauskristallisiert, die nach der Sommerpause den Dirigentenstab des Orchesters übernahm.  Schanz sei motiviert und freundlich, aber auch energisch und sowohl fordernd als auch fördernd an die Sache herangegangen, und habe vor allem beim Jahreskonzert bewiesen, dass sie die richtige Wahl gewesen sei.

Bedingt durch den Dirigentenwechsel habe man 2017 terminlich kürzer treten müssen. Zum „Glücksgriff“ Sarah Schanz habe sich als weiterer positiver Aspekt die finanzielle Entwicklung gesellt. Das Narrentreffen, das Sommernachtspicknick und das Jahreskonzert hätten einiges an Geld in die Kasse gespült. Negativ zu erwähnen sei die dünne Personaldecke der Kapelle. So bereite Kuti das Blech, vor allem Tuba und Posaune, große Sorgen, und auch mit der Besetzung im Schlagwerk könne man nicht zufrieden sein. Wenigstens dürfe man auf vier Musiker verweisen, die kürzlich aus der Jugend aufgerückt seien, und Birgit Gulde habe sich bereit erklärt, von der Klarinette auf die Tuba zu wechseln. Dennoch gelte es, intensiv Mitgliederwerbung zu betreiben. Außerdem wünsche sich der Vorsitzende eine bessere Probenbeteiligung. Schriftführer Michael Zappe ging unter anderem ausführlich auf das Sommernachtspicknick ein, das erstmals auf dem Tennisgelände  stattfand und für das man gelobt worden sei. Man plane, auch in diesem Jahr die Gäste wieder beim Tennisheim musikalisch zu unterhalten, allerdings werde man dann mit dem Sportverein kooperieren. Zappe verwies auf insgesamt 61 Termine.

Dirigentin Sarah Schanz zeigte sich angetan von den „talentierten, motivierten und sympathischen Musikern“, die sie beim Ausflug nach Heidelberg auch persönlich kennen gelernt habe. Sie lobte ebenfalls das Jahreskonzert und zeigte sich, anders als mit der Vorbereitung auf die Fasnet, hier auch mit dem Probenbesuch im Vorfeld zufrieden.

Lob fürs Sommerpicknick

Wie Jugendleiterin Anna Alex mitteilte, sei in der Bläserklasse mit acht Jungmusikern 2017 nur ein Kind aus Haigerloch aktiv gewesen, die „GruBiHaiWei Blowers“ hätten 30 Talente, davon vier aus Haigerloch, vorgewiesen, und die Jugendkapelle Haigerloch habe aus 14 Mitgliedern bestanden. Kassenführerin Vera Lindner vermeldete einen Überschuss. Stefan Hojdem hatte  die Kasse geprüft. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Ehrenvorsitzender Klaus-Werner Burgert merkte an, das die Chemie zwischen Orchester und Dirigentin stimme. Richard Wagner und Hans Bäurle sowie Anna Alex, Birgit Gulde und Michael Zappe wurden für guten Probenbesuch beschenkt.