Der Abiturjahrgang der Superlative feierte seinen Abschluss, und rund 800 in festliche Abendrobe gekleidete Gäste, bestehend aus Eltern und Angehörigen sowie der Lehrerschaft, feierte mit. Dem Abi-Ball ging das traditionelle Gruppenfoto und ein Sektempfang in lockerer Atmosphäre im Freien voraus. Abiturient Mathias Scheikart als Moderatur des Abends hieß alle willkommen.

Schulleiter Helmut Opferkuch stellte die Einzigartigkeit des Doppeljahrgangs heraus und dankte besonders Konrektor Manfred Pfeffer für die hervorragend gemeisterte logistische Herausforderung. Aber auch alle Kolleginnen und Kollegen, die am Erfolg der 110 beteiligt waren, durften große Anerkennung erfahren. An die Ehemaligen gewandt sagte Opferkuch, dass sie das Glücksgefühl des Erreichten durchaus genießen dürften.

Er, so der Schulleiter, habe drei verschiedene Gruppen ausgemacht: die erste, die lebensfroh und weltoffen ihr Ziel klar vor Augen hätten; die zweite, bei der der Weg zum Ziel noch etwas verschlungen sei, und die dritte, sehr kleine, deren Mitglieder als Spätstarter aus dem Kreis der Familie ihr Ziel erst nach einigen Umwgen erreichten. Allen dreien wünschte Helmut Opferkuch, mit Solidarität, Zivilcourage und Standfestigkeit Verantwortung übernehmend und Vertrauen aufbauend, eine gute Zukunft mit dem Wunsch: "Was keiner wagt, sollt ihr wagen. Wenn alles dunkel ist, macht ihr Licht."

Für den Schulträger sprach Bürgermeister Heinrich Götz von der Besonderheit des Doppeljahrgangs und verband mit seinem Glückwunsch die Hoffnung, dass alle, die sich als Versuchskaninchen der Politik verstanden, als leistungswillige und verantwortungsbewusste junge Menschen ihre studentischen oder berufliche Laufbahn gut überstehen.

Einen Dank übermittelte die Vorsitzende des Elternbeirats, Kristin Koschani-Bongers, an die Pädagogen, die die ihnen Anvertrauten bis zum Abitur führten. Viele Türen stünden nun den jungen Menschen offen. Ihnen wünschte sie, mit Herz, Bauchgefühl und Leidenschaft die richtige Tür fürs weitere Leben aufzustoßen.

Bevor es an die Zeugnisvergabe und die Verteilung von Preisen und Lob ging, ließen es sich die Tutoren Dorothea Reutter, Mechthild Fingerle, Stefan Mathäes, Stefan Albiez, Markus Andries und Manuel Stanislowski nicht nehmen, jeder für sich seine eigenen Wünsche an die nun Ehemaligen zu formulieren.

Schulleiter Helmut Opferkuch, sein Stellvertreter Manfred Pfeffer und die Tutoren der sechs Kurse überreichten gemeinsam die Abiturzeugnisse sowie die Preise und Belobigungen. Je einen Preis und den Fremdensprachenpreis erhielten die beiden Schwestern Melanie und Tanja Heck aus Rangendingen. Die beiden hatten das Abitur mit der Traumnote 1,0 bestanden. Der Physik-, Chemie und Mathematikpreis ging an Max Kessler aus Hart. Der Scheffelpreis wurde Vincent Dongus aus Haigerloch übergeben.

Dieser hatte die Ehre, für die Abiturienten und über sein persönliches Verhältnis zur Literatur zu sprechen. Als Freund schöner Worte sprach er vom Zauber des Neuanfangs und der Nostalgie am Ende. Nach einem ausgedehnten festlichen Büfett ging es hinein in einen beschwingten Abend mit musikalischer Begleitung.

Ein amüsanter Film mit dem Titel "Das beste Abitur" und Geschenke an die Tutoren bildeten den Auftakt des bunten Programms der Abiturienten. Für besondere Erheiterung sorgte der Programmpunkt "Herzblatt", bei dem versucht wurde, eine Lehrerin an drei Schüler zu verkuppeln. Die Mundharmonika-AG und das gemeinsame Lied "Wunderbare Jahre" aus den Kehlen aller 110 G8er und G9er sorgten weiter für einen unbeschwerten Abend.