Owingen Narren lassen sich nicht lumpen

In der Bütt: Das Owinger Urgestein Klaus Edele. Er schilderte, wie er als „Asylbewerber“ auf den Bürgermeister traf.
In der Bütt: Das Owinger Urgestein Klaus Edele. Er schilderte, wie er als „Asylbewerber“ auf den Bürgermeister traf. © Foto: Carola Lenski
Owingen / Carola Lenski 14.02.2018
Nicht lumpen ließ sich der Aubenger Narraverei beim Lumpenball in Owingen. In der Bütt: Urgestein Klaus Edele.

Beim Fasnetsfinale in der Owinger Festhalle gab es am Montagabend tolle Tanzauftritte, eine humorige Büttenrede, eine spritzige Narrenpredigt und tolle Guggamusik.

In die Bütt kam ein „Asylbewerber“ der besonderen Art, nämlich Klaus Edele, Fasnetsurgestein und Vater von Heike Edele, die bekannterweise in seine Fasnetsfußstapfen trat. Der Owinger moderierte bis etwa 1983 den Lumpenball und Umzug und war 2. Vorsitzender des Owinger Narrenvereins. Nach 25 Jahren im „Ausland“ kam Edele nun zurück nach Owingen und auch in die Bütt. Im lokalen Dialog berichtete er über das, was war und heute noch ist.

Bei seinem ersten Zusammentreffen mit Heinrich Götz, Edele unwissend darüber, dass Götz Bürgermeister der Stadt Haigerloch ist, habe sich wohl folgender Dialog entwickelt: Götz: „Sie sind bestimmt ein Asylant.“ Edeles Konter: „Wenn Sie mich einen Asylanten nennen, dann sind Sie für mich der Götz von Berlichingen.“ Bei seiner verbal „frohen Runde in Sachen Wirtschaftskunde“ fielen dem Büttenredner dann auch noch allerlei alte Sünden ein.

Tochter Heike Edele und Ex-Narrenchefin, die sich seit über 25 Jahren in der Fasnet engagiert, nahm in ihrer  Narrenpredigt unter anderem die Nachrichten über die erfolgreiche Araberpferdezucht der Familie Schick aufs Korn. Ambros Stocker soll voller Ehrfurcht zu Gerhard Schick gesagt haben: „Mein Gott Gerhard, woher nimmst dau nao dia Zeit, was fängst du om Himmels Willa au nooo älles an, jetzt au no a Pilzzucht, Mann oh Mann! Ond dann au no glei in ganz großem Stil. Vom Bühlerhof kommen Champignons! Also des wär mir zu viel.“ Gemeint waren die arabischen Pferdechampions der Familie Schick.

„Alles steht Kopf – ein Wechselbad der Gefühle“ war das Motto der Bambinigarde mit 18 kleinen zuckersüßen Tänzerinnen. Trainiert werden sie von Nicole Volm, Janina Zenker und Jessi Volm. Thema des Auftritts der Juniorgarde als Trolls, ebenfalls 18 Tänzerinnen, war „Der Kampf der Trolls um das glückliche Leben“. Die Aubenger Trolls belegten damit zweimal Platz zwei bei Auftritten in der Umgebung. Trainerinnen sind Nadine und Sabrina Weißhaar.

Die Fürstengarde begab sich ins „Kino“ und erzählte tänzerisch die Entstehungsgeschichte der Welt. Protagonisten waren auch Adam und Eva, das „Traumpaar aus Owingen“.

Auch die Fuchsgräber-Buben, die „Krokos“, rissen das Publikum mit. Anika Weimann moderierte den vergnüglichen Abend. Die Stimmungsband „Nachtsound“ bot den musikalischen Hintergrund des Balls.