Im Blickpunkt der Ort­schaftsratssitzung am Montag stand die Sanierung und Erweiterung des Bürgerhauses „Haga­stall“. Aufgrund der noch anhaltenden gesundheitlichen Probleme von Ortsvorsteher Harald Decker leitete dessen Stellvertreter Armin Hipp die Sitzung.
Hipp erläuterte, dass das denkmalgeschützte Gebäude 1984 zum Bürgerhaus ausgebaut wurde. Vor acht Jahren seien die Schäden im Gebäude kartiert worden. Anschließend sei man in die Planungen für eine Sanierung eingestiegen. Förderanträge beim Denkmalamt seien bislang abgelehnt worden. Erst im Januar 2020 sei vom Regierungspräsidium Tübingen eine Investitionshilfe von 300 000 Euro bewilligt worden. Wie Armin Hipp weiter ausführte, sind für die Sanierung und die Erweiterung des Hagastalls rund 854 000 Euro erforderlich.
Um für die Zukunft eine vernünftige Nutzung des Bürgerhauses zu garantieren, sei auch ein Zweckanbau nötig, in dem ein Technikraum, Lagerräume, ein Behinderten-WC und eine Damentoilette untergebracht werden sollen. Vor allem in Sachen Toiletten bestehe dringend Handlungsbedarf, erklärte Hipp. Aktuell sei das Behinderten-WC in der Damentoilette untergebracht. Aufgrund der fehlenden Lagerkapazität würden Tische und Stühle den Sicherungskasten blockieren.
Bei den Planungen sei man in Absprache mit dem Denkmalamt vorgegangen. Die Pläne seien auch bereits einige Male im Weildorfer Ortschaftsrat vorgestellt und erörtert worden. Am Montag stimmte das Gremium für die vorgestellte Planung und für die Beauftragung des Hechinger Ingenieurbüros von Wolfram Golias.
Der in der Sitzung anwesende Bürgermeister Heinrich Götz sprach von einem Empfehlungsbeschluss des Ortschaftsrats Weildorf, der in den Gemeinderat aufgenommen werde. Laut ihm steht das Raumprogramm  bereits. In die Ausführungsplanungen werde man dann unter anderem auch den Ortsvorsteher mit einbeziehen.

Neue Bushaltestelle kommt

Unter dem Punkt „Bekanntgaben“ sprach stellvertretender Ortsvorsteher Armin Hipp eine verkehrsrechtliche Anordnung an: Im Rahmen der Bushalteverordnung soll in der Bittelbronner Straße 7120 zwischen „Empfinger Straße“ und „Im Kätzling“ zum 1. August eine beidseitige Bushaltestelle eingerichtet werden. Eine entsprechende Prüfung sei bereits erfolgt, und auch ein Ortstermin habe stattgefunden. Der Sache wurde laut Hipp zugestimmt. Bei der Haltestelle sollen zwei Schilder aufgestellt werden. Es gebe aber eine Testphase von drei Jahren, man werde abwarten müssen, ob auch wirklich eine entsprechende Frequenz von Aus- und Einsteigern zu vermerken sei.
Weiter gab Hipp bekannt, dass das Gefällkreuz unterhalb der Bushaltestelle Richtung Butzengraben derzeit saniert wird und nach der Restaurierung einen neuen Standort unweit der Haltestelle bekommen soll, wo es besser sichtbar ist.
Beim letzten Tagesordnungspunkt informierte Hipp darüber, dass die Stolperfalle auf einem Gehweg im Ort vom Bauhof „entschärft“ wurde, es sei aber nicht möglich gewesen, die Wurzel zu entfernen.