Fehlende Betreuungsplätze im Kindergarten waren am Montagabend auch ein Thema im Ortschaftsrat Weildorf. Mutter Annika Döbele brachte, wie schon zuvor in der Sondersitzung des Gemeinderat, die Sicht der Weildorfer Eltern vor. Leise Kritik gab es am Kindergartenbedarfsplan der Stadt, der sich nach ihrer Ansicht stets mehr mit den fehlenden Plätzen im Ü3-Bereich orientiere und die Betreuung der unter der Dreijährigen vernachlässige, obwohl auch für diese ein Rechtsanspruch auf ein Betreuungsplatz besteht.
Dass es an U3-Plätzen mangelt, weiß die Mutter aus eigener Erfahrung. Begründet liege dies  der heute notwendigen Berufstätigkeit von Müttern, die oft vom Arbeitgeber nur die Möglichkeit bekommen, ein Jahr Elternzeit zu nehmen. Auch zwei Gehälter in einem Haushalt seien inzwischen unentbehrlich. Annika Döbele vermutet, dass das Fehlen von U3-Plätzen und von Ganztagsplätzen im Gemeinderat gar nicht so klar angekommen ist.
Stellvertretender Ortsvorsteher Armin Hipp bestätigte ein Gespräch mit der Weildorfer Kindergartenleiterin über die von der Stadt aufgezeigten Möglichkeiten, wie die Kindergartenproblematik im Ort gelöst werden könnte.
So wäre eine Sanierung des bestehenden Kindergartens mit Kosten von 1,2 Millionen Euro sehr teuer, bringe aber keinen einzigen neuen Platz. Deshalb sei es eine Überlegung wert, einen völlig neuen Kindergarten zu bauen. Daher ergehe auch der Appell an Stadt und Gemeinderat, vorausschauend für die nächste Generation zu planen und einen Kindergartenneubau anzustreben. 
Bürgermeister Heinrich Götz widersprach der Meinung, die Stadt habe die U3-Kinder nicht im Blick. Bisher sei man in den Berechnungen von einer Notwendigkeit von rund 40 Prozent U3-Plätzen ausgegangen und nicht, wie es sich in Weildorf ergibt, von 80 Prozent. Zudem zählten in Weildorf in der bestehenden altersgemischten Gruppe die U3-Plätze doppelt. Götz hält nichts von einer Containerlösung für einen neuen Kindergarten. „Die Botschaft aus Weildorf ist angekommen. Ich hoffe auf vernünftige Entscheidungen des Gemeinderats“ so der Bürgermeister.
Markus Gauss sah die Weiterverfolgung eines Neubaus als sinnvollste Lösung an, die auch so als Weildorfer Votum in den Gemeinderat eingebracht werden soll. In diesem Anliegen wurde er auch von Gerd Strobel unterstützt.