Im Ortschaftsrat Hart steht in jeder Sitzung das Baugebiet „Hinter den Gärten II“ auf der Tagesordnung. Auch diesmal informierte Ortsvorsteher Thomas Bieger über den aktuellen Stand. Derzeit sind vor allem die naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen im Gange. Ein  Reptilienzaun als Ersatzhabitat für Zauneidechsen ist fertiggestellt. An Großbäumen, die für eine Verpflanzung ausgewählt wurden, hat man die Wurzeln abgestochen und Wassertanks für eine dosierte Bewässerung aufgestellt. Demnächst werde  eine Hinweistafel zu den Ausgleichsmaßnahmen aufgestellt, kündigte Bieger an.
Inzwischen ist das Planungsbüro Gfrörer dabei, die Ausführungsplanung und die Unterlagen für die Ausschreibung der Erschließungsarbeiten fertig zu stellen. Ende Juni sollen hierfür noch drei Schürfgrabungen im Bereich der Erschließungsstraße gemacht werden, um die Bodenuntergrundverhältnisse festzustellen. Mit den Erschließungsarbeiten soll dann planmäßig im Herbst begonnen werden.
Wie vom Ortschaftsrat in der letzten Sitzung gewünscht, hat die Ortschaftsverwaltung in  Nachbarkommunen nachgefragt, zu welchem Zeitpunkt sie mit der Vergabe von Bauplätzen beginnen. Die Umfrage hat ergeben, dass Balingen, Rosenfeld und Bisingen genau so verfahren wie die Stadt Haigerloch: Die  Grundstücke in Neubaugebieten werden erst nach vollständiger Herstellung der Erschließungsanlage vermessen und dann verkauft. In Empfingen und Rangendingen erfolgt die Vermessung vor Beginn der Erschließungsarbeiten und die Vermarktung dann mit dem Beginn der Erschließungsarbeiten. In Geislingen erfolgt die Vermarktung noch vor der Vermessung mit einer vorläufigen Grundstückfläche anhand des Bebauungsplanes und gleich mit Beginn der Erschließungsarbeiten. Der Bauplatz wird erst nach der Erschließung genau vermessen und dessen Größe gegebenenfalls nachkorrigiert.
Nach intensiver Debatte im Gremium beschloss der Ortschaftsrat Hart, beim Gemeinderat den Antrag zu stellen, die Vermarktung in Hart nach dem Modell umzusetzen, wie es in Empfingen und Rangendingen praktiziert wird, also die Vermessung vor Beginn der Erschließung und die Vermarktung mit dem Beginn der Erschließungsarbeiten zu erledigen.
Der Ortschaftsrat verspricht sich davon, einen Zeitgewinn von einem halben bis dreiviertel Jahr für die Bauwilligen, die in Hart schon lange und zahlreich in den Startlöchern stehen. Mit dem Hausbau darf natürlich auch bei diesem Modell erst nach vollständiger Herstellung der Erschließungsanlagen begonnen werden.
Der Ortschaftsrat begründet diese Ausnahmeregelung auch damit, dass es beim Bebauungsplan „Hinter den Gärten II“ durch mehrere öffentliche Auslegungen und die aufwändigen arten- und naturschutzrechtlichen Auflagen zu erheblichen Verzögerungen gekommen ist. Deshalb wünscht der Ortschaftsrat einen positiven Beschluss des Gemeinderats im Sinne der zahlreichen Bauwilligen aus den Reihen junger Familien aus Hart.

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Bauplätze werden in zwei Bauabschnitten auf dem ehemaligen Streuobstgürtel „Hinter Gärten“ in Hart erschlossen. Im ersten Erschließungsabschnitt entstehen 15 Grundstücke.