Bittelbronn Nur der Kanal macht noch Zicken

13 neue Bauplätze soll das kommende Baugebiet „Brunnenwiesen“ in Bittelbronn bringen (unser Foto). In diesem Zusammehang will man alte Kanalisationsprobleme gleich mitlösen. 
13 neue Bauplätze soll das kommende Baugebiet „Brunnenwiesen“ in Bittelbronn bringen (unser Foto). In diesem Zusammehang will man alte Kanalisationsprobleme gleich mitlösen.  © Foto: Foto: Wilfried Selinka
Bittelbronn / Wilfried Selinka 09.05.2018
In Bittelbronn gibt es Verzögerungen bei der Erschließung der 13 neuen Bauplätze im Gebiet  „Brunnenwiesen“. Das Kanalnetz macht Probleme.

Die Gemeinde Bittelbronn hat nur noch einen Bauplatz zur Verfügung. Deshalb wurde im Frühjahr 2017 der neue Bebauungsplan „Brunnenwiesen“ aufgelegt. Über den Stand gab Ortsvorsteher Gerd Klingler im Ortschaftsrat einen Sachstandsbericht. Wie Klingler sagte, kam es zu Verzögerungen, weil mit der Erschließung von 13 neuen Plätzen auch Kanalisationsprobleme in Teilen von „Mailand“ und dem „Trillfinger Weg“ mitgelöst werden sollen.

Inzwischen sei klar, dass das Abwasser von einem Teil von „Mailand“ über die neue Kanalisation von Brunnenwiesen in Richtung Regenüberlaufbecken geführt werden muss. Auch ist eine Umführung der Kanalisation im „Trillfinger Weg“ notwendig. Bei der Kanalisation für die Baugebiete „Buchen II“ und „Buchen III“ ändert sich hingegen nichts. Allerdings muss die Kanalisation beim Regenüberlaufbecken teils um bis zu 40 Zentimeter aufgeweitet werden.

Für die Maßnahmen im Kanalisationsbereich sieht der Haushalt der Stadt Haigerloch für 2017 insgesamt 300 000 Euro vor. Zudem sind die Mittel für die Erschließung von „Brunnenwiesen“ mit 442 000 Euro vorgemerkt.

Fast eine Million Euro

Ein weiterer finanzieller Brocken, der Bittelbronn zukommt, ist der Straßenendausbau „Buchen III“ mit nochmals 250 000 Euro – somit gesamte Investitionskosten von annähernd einer Million Euro.

Ortsvorsteher Gerd Klingler zeigte sich erfreut darüber, dass für Bittelbronn solch hohe Summen im Haushalt verankert sind. Er legte aber gleichzeitig Wert auf die Feststellung, dass die Optimierungskosten für die Kanalisation nicht durch das Baugebiet „Brunnenwiesen“ verursacht werden. „Es werden nämlich jetzt in einem Zug alte Probleme in der Kanalisation beseitigt“.

Zeitlich wollte sich der Ortsvorsteher nicht festlegen. Realistisch erscheine es, den Endausbau von „Buchen III“ noch in diesem Jahr angehen zu können und die Erschließung des neuen Baugebiets „Brunnenwiesen“ im Jahr 2019.

Erfreut zeigten sich der Ortsvorsteher und der Ortschaftsrat auch über die Bewilligung eines jährlichen Zuschusses von 3500 Euro für den Förderverein Sport und Kultur zum Unterhalt des Bürgerhauses. Sollten größere Investitionen anfallen, entscheidet der Gemeinderat künftig jeweils separat.

Das Bürgerhaus wurde 1998 in Eigenregie und mit viel Eigenleistungen der Bittelbronner Vereine und Bürger gebaut. Der Förderverein hat bisher sämtliche Kosten selbst getragen.

Enttäuscht ist der Ortschaftsrat dagegen vom Beschluss des Haigerlocher Gemeinderates, kein gesamtstädtisches Entwicklungskonzept auflegen zu wollen.

Kritik übte besonders Ortschaftsrat Dieter Müller. Er warf dem Gemeinderat „Kurzsichtigkeit und Konzeptlosigkeit“ vor. „Die zwei Haigerlocher Machtzentren sollten im Sinne der Zukunft der Stadt besser zusammenarbeiten“, lautete sein Wunsch.

Ein Trost für das Bittelbronner Gremium: Mittels des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum, ELR, wurden in der Gemeinde bereits Modernisierungen im Privatbereich umgesetzt.

Eltern und Bürger helfen überall tüchtig mit

Spielplatz Bittelbronn besitzt an der Nahtstelle zwischen dem Ortskern und dem Neubaugebiet „Buchen“ einen groß angelegten Kinderspielplatz, der sich einer guten Nachfrage erfreut. Der Platz wurde bereits im vergangenen Jahr auf Vordermann gebracht, erinnerte Ortsvorsteher Gerd Klingler gegenüber dem Ortschaftsrat. Dabei hat man die Rutsche erneuert und die Seilbahn repariert, auch die Schaukel wurde gestrichen. Für ein neues Klettergerüst stellte die Mutter-Kind-Gruppe 3000 Euro zur Verfügung. Den fehlenden Restbetrag für das Spielgerät stemmte die Stadt. Jetzt wurde das Spielgerät mit Hilfe der Eltern aufgestellt. Für diese Hilfe sagte der Ortsvorsteher einen herzlichen Dank.

Engagement Klingler wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass in Bittelbronn sehr viel auf ehrenamtlicher Basis geleistet werde. So habe der Frauentreff wieder die Pflanzbeete hergerichtet. Und die ganze Bürgerschaft sei mit eingebunden, wenn am Wochenende das 28. Dorffest gefeiert wird.

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