Owingen Notfalls auch ohne staatliche Förderung

Owingen / Wilfried Selinka 11.05.2018
Owingen will an der Fortsetzung seiner innerörtlichen Entwicklung  festhalten.

In Owingen ist man über den Beschluss des Haigerlocher Gemeinderats enttäuscht, der sich in seiner Sitzung im April  wegen der Folgekosten nicht für ein gesamtstädtisches Entwicklungskonzept entscheiden konnte. Damit können der Ortschaftsrat und der neu gegründete Bürgerverein für die Fortsetzung der Innenentwicklung der Ortschaft nicht wie ursprünglich gedacht mit einer Förderung durch das Land rechnen, da hierzu das Konzept für die Gesamtstadt Voraussetzung gewesen wäre.

Trotzdem will der Owinger Ortschaftsrat weitermachen, wie Ortsvorsteher Karl-Heinz Binder in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates erklärte. Die bisherige Arbeit zusammen mit der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH für das eigene Ortsentwicklungskonzept sei nicht umsonst gewesen, vielmehr könne darauf weiter aufgebaut werden – dann eben ohne staatliche Förderung. Denn auch beim Ausweisen eines Sanierungsgebietes ohne Förderung seien für private Sanierungsmaßnahmen einige attraktive Aspekte gegeben.

So gibt es für private Maßnahmen entsprechende steuerliche Abschreibungen und die Sanierungswilligen können Geld aus dem städtischen Wohnbauförderprogramm beantragen. Aus diesem winken bis zu 10.000 Euro bei Abriss und Neubebauung. Der gleiche Betrag steht für  Umbauten und Modernisierungen von Altgebäuden zur Verfügung. Des Weiteren können Mittel aus dem Programm Ländlicher Raum (ELR) beantragt werden.

Ortsvorsteher Karl-Heinz Binder will sich nun in Abstimmung mit dem Bürgerverein mit jenen Bürgern in Verbindung setzen, die bereits positive Rückmeldungen als Haus- und Grundstücksbesitzer abgegeben haben, ihre Gebäude abzubrechen oder sanieren zu wollen. Rund ein Dutzend sind es laut  Ortsvorsteher Binder. Dieser setzt ungeachtet all dessen noch Hoffnung auf den positiven Ausgang eines Gesprächs  am Mittwoch, 30. Mai, mit Bürgermeister Dr. Heinrich Götz und Bauamtsleiter Hans-Martin Schluck. Über dessenn Ausgang will Binder  in der Ortschaftsratssitzung im Juni informieren. Der Ortsvorsteher könnte sich auch vorstellen, dass sich er, die Stadtverwaltung und der Bürgerverein  an einen Tisch setzen, um gemeinsam und konstruktiv darüber zu beraten, wie es mit der Innenentwicklung von Owingen weitergehen könnte.

Ungeklärt ist in Owingen auch die Unterbringung des Jugendhauses. Der Ortsvorsteher hat inzwischen zusammen mit dem städtischen Bautechniker Bernd Wannenmacher mehrere in Frage kommende Gebäude besichtigt. Da allerdings überall der Brandschutz erhöhte Vorgaben macht, entwickelt sich die Raumsuche weiterhin sehr schwierig. Deshalb wurde aus den Reihen des Ortschaftsrats eine Containerlösung beziehungsweise die Erstellung eines kleineren Mehrzweckgebäudes mit integriertem Jugendraum vorgeschlagen. Dagegen allerdings sprechen Bedenken ob des Standplatzes und der Kosten. Auf alle Fälle sollen die Jugendlichen in die Entscheidung mit eingebunden werden und eine mögliche  Container-Lösung als Provisorium verstehen.

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