Stuttgart Nicht zu bremsen

SWP 18.09.2015
Bei den ersten " 24 Stunden von Stuttgart" rund um das Messegelände schnitt das Team Imnauer hervorragend ab, holte Gold und Silber.

Bei den 24 Stunden von Stuttgart waren die Teilnehmer in Einer-, Zweier-, Vierer- oder Achter-Radteams permanent auf einem 7,5 Kilometer langen Rundkurs unterwegs. Zum Schluss siegte das Team, das die meisten Runden oder die meisten Kilometer unter die Stollenreifen genommen hat.

Die Erwartungen des Team Imnauer sollten um ein vielfaches übertroffen werden. Nicht nur die Atmosphäre am Start und Ziel in der Halle 5 bescherte den sechs Imnauer-Piloten ein einzigartiges Erlebnis. Vor allem die Gold- und Silbermedaillen, die sie nach 24 Stunden und etwa 600 Kilometern auf dem Sattel mit nach Hause brachten, ließen die Herzen höher schlagen.

Die Pedaleure Sabine Leins, Michael Huber, Simon Leicht und Markus Stumpp stellten sich als Vierer-Mixed-Team an den Start. Abwechselnd im Runden-Turnus bezwangen sie Sprünge, Hindernisse, Rampen und den nachts einsetzenden Regen. An Schlaf war nicht zu denken. Die rutschigen Streckenverhältnisse benötigten volle Konzentration. Doch mit aufgehender Sonne war klar, dass sich die Vierer-Equipe auf Platz 1 vorgeschoben hatte. Somit konnten Kräfte geschont werden. Mit anhaltendem Teamgeist fuhren sie nach 75 Runden der Goldmedaille entgegen. "Ich freu mich bei meinem ersten 24-Stunden-Rennen gleich den Sieg nach Hause gefahren zu haben. Ich bin so stolz auf die Leistung des gesamten Teams", erklärte ein total übermüdeter Simon Leicht nach der Zieleinfahrt.

Auch Dirk Brutsche und Alexander Leins stellten sich als Zweierteam pünktlich um 15 Uhr den Strapazen des Rennens. Dabei hatten sie sich das Ziel einer Top-10-Platzierung gesteckt. Beide beschlossen, den Rundkurs immer abwechselnd, gleich zweimal in Angriff zu nehmen. Mit dieser Taktik konnten sie sich sofort auf Platz 2 vorschieben. Nach Mitternacht wechselten sie bis morgens in einen 4-Runden-Turnus. Eine erfolgreiche Taktik, wie sich am Ende des Rennens herausstellen sollte.

Mit sage und schreibe 80 Runden sicherten sie sich den 2. Platz und die Silbermedaille. Ein Ergebnis womit keiner von den beiden gerechnet hätte.

"Niemand von uns hätte gedacht, dass wir so weit vorne mit fahren können. Doch auch der Teamgeist und die Anfeuerung durch Freunde und Bekannte haben zu dieser Leistung beigetragen", resümierten die Fahrer nach dem Rennen.

Teamchef Rainer Schenk zeigte sich erneut begeistert über die Leistung seiner Fahrer: "Einfach grandios. Ein Mal Gold, ein Mal Silber, das beweist wie stark wir sind."