Gleich zum Jahresbeginn überrascht die Haigerlocher Galerie „Die Schwarze Treppe“ mit einer Ausstellung unter dem Titel „gegenüber“ und stellt dabei die beiden Haigerlocher Künstlerinnen Pernille Jörgensen und Letitia Orsivschi-Heiser vor.

Vom kommenden Samstag, 11. Januar, bis zum Sonntag, 2. Februar, präsentieren die beiden Nachbarinnen aus der Haigerlocher Pfleghofstraße Kunst und Kunsthandwerk in der „Schwarzen Treppe“.

Beide sind dem Ausstellungspublikum seit Jahren bestens bekannt durch ihre Beteiligung an der Haigerlocher Ostereier-Ausstellung. Pernille Jörgensen hat sich zusätzlich schon mehrfach an Kunstausstellungen der „Schwarzen Treppe“ beteiligt und gehört zu den Stammkünstlerinnen der Galerie. Ebenso beteiligt sie sich an der Haigerlocher Miniatur-Krippen-Ausstellung.

Vom Weidenflechten zum Arbeiten mit Drähten und Stoffen

Seit 1997 lebt die 56-jährige, gebürtige Dänin und studierte Landschaftsarchitektin Pernille Jörgensen mit ihrer Familie in Haigerloch und hat sich von Anfang an in das Gemeindeleben – sowohl kirchlich, wie auch politisch – voll integriert und ist in verschiedenen öffentlichen Positionen tätig. Sie wirkt als Kirchengemeinderätin, als Jugendbegleiterin an der Schule, ist in mehreren Vereinen engagiert und Mitarbeiterin im Jugendbüro.

Als vielseitige Künstlerin und Kunsthandwerkerin ist sie Autodidaktin und hat sich die künstlerischen Techniken selbst beigebracht, teilweise Kurse besucht und aus Fachbüchern gelernt. Begonnen hat alles noch im Jahr 1996 in Dänemark als sich Pernille Jörgensen für Weidenflechten interessierte. Angekommen in Deutschland, folgten dann Drahtflechten und Drahtfiguren gestalten. Später kam Stoff als Gestaltungsmaterial dazu und heute gehört sie zu vier Patchwork-Gruppen. Auch in den beiden, kurzfristig existierenden Galerien, „K-wie Kunscht“ und „Herzimpuls“, hat sie sich betätigt. In der jetzigen Ausstellung steht Draht als Gestaltungsmittel im Vordergrund.

Eine der bedeutendsten Ostereiermalerinnen

Letitia Orsivschi-Heiser, Jahrgang 1966, aus der Bukowina gebürtige Rumänin mit deutschem Pass, kann in diesem Frühjahr ein Jubiläum feiern. Seit 20 Jahren stellt sie ihre bekannten Ostereier in rumänischer Wachs- und Batik-Technik in Deutschland aus, erstmals in Sonnenbühl und in Fellbach. Seit 2008 lebt sie in Haigerloch.

Die studierte Textil-Designerin und Textil-Ingenieurin arbeite als Direktorin in einer bedeutenden Textilfabrik in Bukarest. Noch als Studentin hatte sie sich für die textile Ornamentik und figurativen Traditionen der Bukowina interessiert, die auch auf den regionalen, traditionellen Ostereiern ihren Niederschlag finden.

Letitia Orsivschi-Heiser ist inzwischen eine der bedeutendsten rumänischen Ostereiermalerinnen mit eigenen Motiven und farblich dezenter Zurückhaltung ihrer Motive. Schon früh hatte die Künstlerin angefangen, Ostereier zu sammeln. Heute besitzt sie in ihrem Heimatort Vama das größte und bedeutendste Eiermuseum Rumäniens mit über 8000 Ostereiern aus 82 Ländern. Von Ostern bis Allerheiligen ist sie in ihrem Museum, das von Touristen aus aller Welt besucht wird.

Angeregt durch ihre Erfolge mit den Ostereiern hat Letitia Orsivschi-Heiser vor zwei Jahren begonnen, die traditionellen Motive, umgearbeitet im eigenen Stil, auf Leinwand zu übernehmen. In der Haigerlocher Ausstellung zeigt sie nun erstmals eine Fülle von Bildern, gemalt mit Acryl auf Leinwand und Grafiken auf Papier/Karton, mit wundervollen geometrischen Elementen und in verschiedensten Farbkombinationen.

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Haigerloch

Vernissage mit Einführung und Musik


Die Ausstellung „gegenüber“ wird am kommenden Samstag, 11. Januar, um 14 Uhr in der „Schwarzen Treppe“, Hohenbergstraße 8, eröffnet. Zur Einführung spricht Thit Therese Wittner, Haigerloch. Die musikalische Umrahmung der Vernissage übernimmt Simone Hönisch, Haigerloch. Bis zum 2. Februar ist die Ausstellung dann jeweils von Donnerstag an bis Sonntag in der Zeit von 14 bis 17 Uhr geöffnet.