Trillfingen Narren bewältigen staatliche Regulierungswut

Auf dem Foto sind zu sehen: Bürgermeister Heinrich Götz (von links), Harald Häfner, Enrico Kienzle, Pascal Henle, Uwe Heim, Claudia Kessler, Markus Stehle, Luisa Kästle, Ortsvorsteher Hermann Heim und Vorsitzender Milan Medic.
Auf dem Foto sind zu sehen: Bürgermeister Heinrich Götz (von links), Harald Häfner, Enrico Kienzle, Pascal Henle, Uwe Heim, Claudia Kessler, Markus Stehle, Luisa Kästle, Ortsvorsteher Hermann Heim und Vorsitzender Milan Medic. © Foto: Carola Lenski
Trillfingen / Carola Lenski 04.04.2018
Mit Sicherheitsvorschriften hatten auch die Trillfinger Narren zu kämpfen, haben jedoch trotzdem alles zustande gebracht.

An der Fasnet steht der Ort Kopf. Und da, wo sich Menschen tummeln, geht es nicht ohne staatliche Regulierungswut. So machten Sicherheitsvorschriften in der vergangenen Fasnetsaison auch dem Narrenverein Trillfingen das Leben schwer, angefangen vom Aufhängen der Straßenbändel bis hin zum Hallenanbau. „Da lief einiges nicht ganz glücklich ab“, meinte Narrenvorsitzender Milan Medic in der Hauptversammlung. Trotz der bürokratischen Hindernisse habe man aber alles wie gewohnt zustande gebracht, so Medic.

Änderungen gibt es auch bei den Mitgliedsnummern am Häs. Anhand der Nummern können derzeit nur etwa 60 Prozent der Mitglieder zugeordnet werden. Künftig werden die Nummern im Vereinseigentum nur noch gegen ein Pfand ausgegeben, um bei einem Häsverkauf zu verhindern, dass sie mit dem Häs an einen neuen, nicht identifizierten Besitzer übergehen. Die neuen Nummern gibt es in neuer Form.

In der Verantwortung sieht sich der Narrenchef auch gegenüber den Tanzgarden des Vereins. Deren Weiterbestehen liegt Medic am Herzen. Leider wurde bisher keine Trainerin für die bisher im „Standby“ stehende Juniorgarde gefunden. Der Verein wäre bereit, ein sehr gutes Honorar zu bezahlen, betont Medic.

Schriftführerin Ilka Kästle blickte auf eine aktionsreiche Fasnet zurück, die mit dem populären Showtanz im Januar startete. Für 2019 ist dieser auf den 4. Januar anberaumt. Acht auswärtige Umzüge bereicherte der Verein mit seinen Fasnetsfiguren. Viel los war am Auseliga, beim Kinderumzug, beim Narrenbaumstellen, bei der Entmachtung des Ortsvorstehers und beim Ball der Bauernkapelle. Auf große Resonanz stieß der Fasnetsball in der Halle mit einem facettenreichen Unterhaltungsprogramm sowie der Rosenmontagsumzug unter dem Motto „Zirkus Schantelli“. Stark frequentiert war auch der „Narrenbesen“ beim Dorffest 2017. Der insgesamt 334 Mitglieder zählende Verein hielt acht Ausschusssitzungen ab.

Ehrungen und Wahlen beim Narrenverein

Für 35 Jahre aktive Mitgliedschaft im Verein wurde Uwe Heim geehrt.

Für 20 Jahre Treue wurden Claudia Kessler und Markus Stehle ausgezeichnet.

Für besonderes Engagement im Verein erhielten Steffen Sidler, Wolfram Sauter und Oliver Kurz von Medic Präsente.

Neu ins Amt für den 2. Vorsitzenden Thomas Schmid kam Enrico Kienzle. Für Kassierer Harald Häfner kam Pascal Henle. Neue Beisitzer wurden Luisa Kästle und Harald Häfner. Wiedergewählt als Beisitzer wurden Andrea Preibisch, Julian Beck, Benedikt Rapp, Benjamin Schmid und Monja Henle.

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