Ein coronabedingt sehr ruhiges Vereinsjahr bilanzierte Vorsitzender Stefan Edele bei der Hauptversammlung des Musikvereins Stetten. Die Bergmannskapelle musste wegen der Pandemie alle Veranstaltungen und auch Proben absagen. Einen besonderen Dank für die Unterstützung während dieser schwierigen Zeit richtete der Vorsitzende Stefan Edele an alle Musikerinnen und Musiker, an Dirigent Gehard Nesselhauf und die Vorstandsmitglieder. Ein Totengedenken galt Ehrenmitglied Erich Pfeffer, Bruno Schneider, Kurt Baier, Martin Pfeffer und Hermann Baiker.
Derzeit hat der Musikverein Stetten 39 aktive Musikerinnen und Musiker. Einige von ihnen sollen beim Weihnachtskonzert am 19. Dezember für ihre langjährige aktive Mitgliedschaft geehrt werden.
Kurz fiel der Bericht von Protokollführer Wolfgang Wöhrstein aus. Die Teilnahme der Lumpenkapelle des Musikvereins am Auseligen und am Fasnetsumzug waren die einzigen Auftritte 2020. Hinzu kamen noch die Bewirtung einer Eisenbahnausstellung der VHS Balingen in der Glückauf-Halle, zwei Geburtstags- und ein Hochzeitsständchen.
Den Bericht von  Jugendleiter Dirk Edele verlas Stefanie Stifel. Es seien derzeit 25 Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren in der musikalischen Ausbildung, berteilt auf die Bläserklasse der Wiesentalschule Gruol, die Vorstufenkapelle und die Jugendkapelle, die jetzt von Frank Schnell geleitet wird. Ihren Spaß hatten die Stettener Jungmusikanten bei einem Hüttenwochenende im Herbst in Wieseneck im Schwarzwald, was in diesem Herbst wiederholt werden soll.
Den Kassenbericht von Alexander Edele verlas Vorsitzender Stefan Edele. Durch den Ausfall aller Veranstaltungen müsse der Verein, trotz Corona-Beihilfe und Spenden, ein Minus verbuchen. Mit dem angesammelten Polster kann der Verein aber seine Aufgaben bewältigen. Helmut Klingel, der zusammen mit Philipp Heck die Kasse geprüft hatte, bestätigte eine einwandfreie Kassenführung.
Die Entlastung wurde durch Ortsvorsteher Walter Stocker herbeigeführt. In seinem Grußwort stellte er fest, dass inzwischen nicht nur der Musikverein das frühere Stettener Schulgebäude nutzt. Neben dem Probelokal des Musikvereins im Dachgeschoss belegten in der 1906 erbauten und 1947 erweiterten Grundschule seit diesem Frühjahr auch die Feuerwehr mit ihrer Kleiderkammer sowie die Narrenvereine Salzschlecker und Schaiblin-Hexen für ihre Fasnetshäser eigene Räume. In Kellerrämen haben die Fischer, der MSC und der Oldtimer-Club Lagermöglichkeiten bekommen. Stocker zeigte sich froh darüber, dass sich das Schulhaus als „Haus der Vereine“ wieder mit Leben füllt. Allerdings werde die Stadt einige Investtionen tätigen müssen.
Einstimmig in ihren Ämtern wieder gewählt wurde Vorsitzender Stefan Edele, der dieses Amt nun sein zehn Jahren inne hat, Kassierer Alexander Edele, Jugendleiter Dirk Edele und die beiden Kassenprüfer Philipp Heck und Helmut Klingel.
Der Hauptversammlung des Musikvereins Stetten ging die Sitzung des Fördervereins MV Stetten voraus. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Stefanie Stifel berichtete Schriftführerin Judith Ruderschmidt unter anderem von vier erfolgreichen Altpapier- und einer Schrottsammlung, deren Einnahmen von knapp 4000 Euro der Jugendarbeit des MV Stetten zugeführt wurden. Dieses Ergebnis teilte Kassiererin Marina Wapnitz mit. Kassenprüfer Helmut Klingel bestätigte eine einwandfreie Kassenführung.
Auch hier führte der Ortsvorsteher die einstimmige Entlastung herbei. Walter Stocker dankte der Bevölkerung von Stetten für die Unterstützung des Musikvereins. Wegen der Pandemie konnten die Vereinsmitglieder im vergangenen Jahr das Altpapier nicht bei den Haushalten abholen, sondern riefen die Einwohner dazu auf, das Sammelgut zu den bereitgestellten Container zu bringen.
Ein gemeinsames Grillfest schloss sich den Hauptversammlungen an.