Jubiläum Mit Clown und Mundart geht die Bücherei Owingen dem Jahrhundert entgegen

Mundartdichter Adelbert Barth und seine Nichte Lena sind am Sonntag live beim Bücherei-Jubiläum in Owingen zu erleben.
Mundartdichter Adelbert Barth und seine Nichte Lena sind am Sonntag live beim Bücherei-Jubiläum in Owingen zu erleben. © Foto: Bücherei
Owingen / SWP 07.07.2017

Am 4. November 1927 begann offiziell die Geschichte der „Owinger Bücherei“. Von dieser ersten Stunde an wird die Bücherei bis heute von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreut.

Damals waren 45 Leser angemeldet und konnten aus 180 Büchern auswählen. Heute bietet die Owinger Bücherei einen Bestand von über 15 500 Medien in gedruckter und digitaler Form sowie die umfangreichsten digitalen Wissensdatenbanken im weiten Umkreis an. Über 400 Menschen nutzen heute dieses große Angebot. Im Jubiläumsjahr rechnet die Bücherei mit einem neuen Rekord von über 12 000 Ausleihen.

„90 Jahre müssen gefeiert werden“ – da sind sich das Büchereiteam sowie der Träger der Bücherei, die Seelsorgeeinheit Eyachtal-Haigerloch St. Anna, einig. Am Sonntag, 9. Juli, wird der Festtag um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Alten Kirche begonnen. Um den kleinen Besuchern eine Freude zu machen, wurde Clownin „Malu“ zu dem Gottesdienst eingeladen. „Malu“ wird die Gemeinde später in einer „Polonaise“ auch ins „Alte Pfarrhaus“ begleiten, in dem seit 1989 die Bücherei untergebracht ist.

Dort werden das Team der Bücherei, der Förderverein sowie der Jugendtreff, der ebenfalls im Pfarrhaus beheimatet ist, die Besucher mit kulinarischen, unterhaltsamen und kulturellen „Leckerbissen“ erwarten. Der Jugendtreff übernimmt die Bewirtung. Das Büchereiteam bietet neben einen Bücherbasar und ein Büchereiquiz, Kinderschminken, sowie ab zirka 13 Uhr Kaffee und Kuchen an. Beim Bücherei-Förderverein gibt es frisch gebackene Waffeln.

Um 14 Uhr tritt dann der Autor Adelbert Barth mit seiner Nichte Lena an der Gitarre auf. „Oifach schwäbisch – oifach guad“ ist das Lebensmotto des Schwaben aus dem schönen Melchingen, der sein erstes Buch mit schwäbischen Kurzgeschichten „Flecka Gschwätz“ veröffentlichte. Er rief die Autorenfigur Peter Fidel ins Leben, die mit einem urschwäbischen Namen für einen offenen, witzigen und zugleich schwäbischen Charakter steht.