Gemeinderat Millionen für ein attraktives Haigerlocher Freibad

Haigerloch / Andrea Spatzal 26.10.2017

Der Gemeinderat beschloss am Dienstag den Einstieg in den zweiten, rund 2,5 Millionen Euro teuren Sanierungsabschnitt für das Haigerlocher Freibad. Selbst Bürgermeister Heinrich Götz nannte diese Investition „fast unangemessen hoch“ für eine Stadt wie Haigerloch. „Aber wenn wir das Freibad schließen, würden wir mehr kaputtmachen“, so Götz, nämlich unter anderem das Leitbild Haigerlochs als familienfreundliche Stadt. FW-Stadtrat Dionys Pfister hatte zuvor dafür plädiert, lieber das Freibad zu schließen als den Schuldenberg weiter anwachsen zu lassen. Kristina Koschani-Bongers (CDU) protestierte vehement gegen Pfisters. Das Familienfreibad habe ein „großes Einzugsgebiet“, sei „attraktiv“ und ein „Prestigeobjekt“. „Eine Schließung wäre absolut das falsche Signal“, so Koschani-Bongers.

Bei einer Enthaltung und einer Neinstimme beschloss der Gemeinderat, die Planung an das Büro L&P Ingenieure, Haar, zu belassen, die zusätzlichen Ingenieurleistungen an die Architekten Schick in Karlsruhe (Rohbau), die Strehlau Gebäudetechnik in Bitz (Starkstromanlagen), die Gaswerkstatt in Malsch (Außenanlagen) und Frank Henne in Haigerloch (Tragwerksplanung) zu vergeben.