Haigerloch Medienreferent rät zu Vorsicht im sozialen Netzwerk

Sehr aufschlussreiche waren für die Eltern an der Haigerlocher Eyachtalschule die Ausführung des Medienreferenten Uli Sailer zum Thema „Fluch und Segen der sozialen Netzwerke“.
Sehr aufschlussreiche waren für die Eltern an der Haigerlocher Eyachtalschule die Ausführung des Medienreferenten Uli Sailer zum Thema „Fluch und Segen der sozialen Netzwerke“. © Foto: privat
Haigerloch / SWP 16.05.2018
Der Medienreferent Uli Sailer war bei einem Elterninformationsabend an der Eyachtalschule in Haigerloch zu Gast.

Jugendliche ohne Smartphone sind inzwischen eine Rarität. Fast jeder Schüler der 5. Klassen der Eyachtalschule Haigerloch besitzt ein Smartphone, wie jüngst in einem Projekt zur Medienprävention festgestellt wurde. Mit ihren modernen Geräten können die Kinder kreativ sein, fotografieren, soziale Medien, wie WhatsApp, Snapchat oder Instagram nutzen, Videos drehen oder einfach nur Daten austauschen. Doch gehen die Kinder und Jugendlichen mit ihrem Smartphone auch verantwortungsbewusst um? Uli Sailer, Medienreferent der Jugend- und Erwachsenenbildung, klärte an zwei Tagen die Fünftklässler der Eyachtalschule über mögliche Gefahren der heutigen Medien auf.

Zum Abschluss fand an der Schule um selben Thema auch noch ein Informationsabend für  alle interessierten Eltern statt. Zunächst zeigte Uli Sailer an einem praktischen Beispiel, wie „leicht“ es für Hacker ist, sich die Daten von einem Smartphone  zu holen. Anschließend berichtete er, wie Smartphone-Nutzer über W-LAN-Netze, GPS-Sender oder im Hintergrund laufende Apps überwacht werden. Durch diese Überwachung können die einzelnen Wege eines Smartphone-Nutzers verfolgt werden.

Weiter ging es mit dem Thema „Recht am eigenen Bild“. Dabei machte er den Kindern während des Projektes und den Eltern beim Elternabend deutlich, wie wichtig die Zustimmung des Fotografen und der Person auf dem Foto ist, um es im Internet veröffentlichen oder über soziale Medien teilen zu können.

Ein großes Thema bildeten die Rechte der Apps auf dem Handy, welche heutzutage ohne großes Nachdenken installiert werden. Beispielhaft erklärt wurde dies anhand der Taschenlampen-App, die trotz ihrer relativ einfachen Funktionen umfangreiche Zugriffsrechte auf das Smartphone hat. Uli Sailer riet zu größtmöglichem Abstand zu solchen Apps.

Zum Schluss und sehr aktuell wies der Referent auf den beliebten Messengerdienst WhatsApp hin. Zum einen trete der Nutzer WhatsApp Rechte ab, die die App gar nicht benötige, zum anderen sei WhatsApp nach der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung, die am 25. Mai in Kraft treten wird, erst ab 16 Jahren erlaubt. Eine sicherere Alternative zu WhatsApp ist laut Sailer die App SIMSme. Grundsätzlich rät er jedoch allen, vor einer Installation die Berechtigungen durchzulesen, um selber zu entscheiden, ob man den dort beschriebenen Eingriff in die Privatsphäre wirklich wünscht.

Das Medienpräventionsprojekt, organisiert von den Schulsozialarbeitern Viola Moser und Matthias Mühr, fand bei den Schülern und den Eltern großen Zuspruch. „Wir waren sehr erfreut über 50 Eltern aller Schulen an diesem Abend begrüßen zu dürfen,“ so Moser und Mühr. Auch die Schüler hätten dem Experten sehr interessiert zugehört und ihm jede Menge Fragen gestellt.

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