Owingen Löschzug Süd meistert knifflige Übungseinsätze

Menschenrettung unter Atemschutz und Brandbekämpfung über zwei Löschwasserpumpen aus der Eyach waren die Aufgaben bei der Löschzugübung Süd in Stetten zusammen mit den Abteilungen aus Gruol und Owingen.
Menschenrettung unter Atemschutz und Brandbekämpfung über zwei Löschwasserpumpen aus der Eyach waren die Aufgaben bei der Löschzugübung Süd in Stetten zusammen mit den Abteilungen aus Gruol und Owingen. © Foto: Wilfried Selinka
Owingen / WILFRIED SELINKA 14.09.2015
Zwei knifflige Aufgaben gab es für den Löschzug Süd mit den Feuerwehren aus Stetten, Owingen und Gruol bei der Hauptübung zu bewältigen.

Am Samstagmittag um 16.01 Uhr wurde die Stettener Feuerwehr über die Sirene und die Meldeempfänger mit dem Alarmstichwort "Gebäudebrand mit eingeschlossenen Personen" zum Übungsobjekt der Firma Schwörer Bauindustrie in den Brühlweg gerufen. Nach der Übungsidee kam es in einer ausgedehnten Lagerhalle zu einem Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung, wobei sich zwei Personen auf eine Außentreppe retten konnten.

Betriebsleiter Karl-Heinz Schneider alarmierte über den Notruf 112 die Leitstelle, die für die Abteilungen Owingen, Stetten und Gruol im Löschzug Süd Vollalarm gab. Stetten war mit seinem Mittleren Löschfahrzeug innerhalb von vier Minuten am Übungsort. Einsatzleiter, Abteilungskommandant Rolf Pfeffer und Gruppenleiter Matthias Edele beorderten nach der Erkundung sofort einen Atemschutztrupp ins ausgedehnte Gebäude. Zur Brandbekämpfung wurden Saugschläuche aus dem Fahrzeug entnommen und die erste Pumpe an der Eyach in Stellung gebracht.

Die Abteilungen Gruol und Owingen folgten unter den Gruppenführern Bruno Schneider und Xaver Stifel mit sechs beziehungsweise elf Mann zwei Minuten später. Auch die Drehleiter aus Haigerloch war für die auf der Podesttreppe Ausharrenden angefordert. Die beiden Eingeschlossenen waren neun Minuten nach der Alarmierung gerettet.

Die Owinger Wehrleute hatten vor dem Betreibgebäude einen in Brand geratenen Radlager zu löschen, bevor sie sich, zusammen mit Einsatzkräften aus Gruol, um den weietren Aufbau der Löschwasserversorgung kümmerten. An der Eyach wurde eine zweite Pumpe in Stellung gebracht, da der nächste Hydrant im Brühlweg 500 Meter entfernt liegt.

Die reibungslos verlaufene Übung verfolgten etliche Zuschauer, unter ihnen auch Ortsvorsteher Konrad Wiget, Stadtrat und Betriebsleiter Karl-Heinz Schneider sowie die beiden neuen stellvertretenden Stadtbrandmeister Jörg Seidel und Rainer Volm. Volm zeigte sich mit dem umsichtigen Ablauf der gemeinsamen Löschzugübung zufrieden. Vor allem die schnelle Rettung der Personen wie auch die zügig aufgebaute Wasserversorgung war ihm ein besonderes Lob wert. Einige kleinere Fehler merkte der Abteilungskommandant anschließend bei der Übungskritik im Schulungsraum an. Diese könne man aber mit weiterem gemeinsamen Üben ausmerzen.