Gruol Letzter Container geht auf die Reise nach Gambia

Immer haben viele fleißige Hände mit angepackt, wenn der Verein „Schulen für Gambia“ zum Arbeitseinsatz an der alten Molke in Gruol gerufen hat. Diesen Samstag findet der letzte Einsatz dieser Art statt.
Immer haben viele fleißige Hände mit angepackt, wenn der Verein „Schulen für Gambia“ zum Arbeitseinsatz an der alten Molke in Gruol gerufen hat. Diesen Samstag findet der letzte Einsatz dieser Art statt. © Foto: Archiv
Gruol / Jörg Wahl 06.12.2018

Der Verein „Schulen für Gambia“ trifft sich am kommenden Samstag, 8. Dezember, um 9 Uhr bei der alten Molke in Gruol zur Verladung des letzten Containers für Afrika. Die Verantwortlichen hoffen bei diesem Finale nochmals auf die tatkräftige Mithilfe ihrer stets engagierten Mitglieder.

Alles, was nicht im Container untergebracht werden kann, soll an weitere Hilfsorganisationen verschenkt werden. Die alte Molke sollte bis zum Jahresende leer geräumt sein, denn die Stadt Haigerloch hat mit dem Gebäude eigene Pläne.

Mitte Januar werden einige Mitglieder nach Gambia reisen, um die Sachgüter zu verteilen, die Patenschaften auszuzahlen und die verschiedenen Renovierungsprojekte an den Schulen zu besichtigen. Des Weiteren sind vor Ort einige organisatorische Aufgaben zu erledigen. So sollen neue Schuluniformen für die Schüler in Kinteh Kunda in Auftrag gegeben werden.

Schon vor Monaten haben der 1. Vorsitzende Hubert Heck und der Vorstand damit begonnen, die Strategie des Vereins neu auszurichten. Deshalb wird es der letzte Container mit Hilfsgütern sein, der jetzt nach Gambia verschifft wird.

Die immensen Kosten für Fracht und Logistik belasteten die Vereinsarbeit über die Maßen. Anstelle der bisher eine bis zwei Containerverladungen pro Jahr will „Schulen für Gambia“ zukünftig mehr Geld und Zeit in die Hilfe vor Ort investieren.

Hilfe zur Selbsthilfe lautet die Devise. Wenn vor Ort Arbeitsplätze geschaffen werden können, schaffe das Zukunftsperspektiven für die Jugendlichen. Zum Beispiel können dringend benötigte Schulmöbel vor Ort hergestellt werden, was für die ortsansässigen Schreinereien Arbeit bedeutet und den Schulen die Möbel verschafft. Auch die Schuluniformen können in Nähereien vor Ort produziert, Renovierungsarbeiten in den Schulen durch den Verein an örtliche Handwerksbetriebe vergeben werden.

Was unverändert bleibt, sind die Patenschaften. Die seien sehr wichtig, sagt Hubert Heck. Kinder, die besonders arm sind, sollen stärker gefördert werden. Zudem hat es sich der Vorstand auf die Fahne geschrieben, noch mehr Kinder ins Patenprogramm aufnehmen und finanziell fördern zu können. Es profitieren alle geförderten Schulkinder, da sie auch Schulkleidung und Schulmaterialien bekommen.

Der Verein wird weiterhin Infonachmittage veranstalten und freut sich auf viele interessierte Mitbürger. Auch besteht die Möglichkeit, selbst einmal mit nach Afrika zu reisen.

Kontakt und Spendenkonto

Weitere Informationen unter www.schulenfuergambia.de; Spenden erbeten über die Bankverbindung: Volksbank Hohenzollern-Balingen IBAN: DE 55641632250217515002.

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