Seit mehr als vier Jahren tauschen sich Lehrer und Schüler der Gymnasien in Haigerloch und in Chisinau per E-Mail untereinander aus. Man kommuniziert auf Französisch miteinander. Nun waren zehn Schülerinnen, begleitet von drei Lehrerinnen, aus dem Gheorge Asachi-Gymnasium zu Gast in Haigerloch.

Über zwei Tage war die Reisegruppe in einem Kleinbus unterwegs, bevor sie am Samstag ihr Ziel erreichten. Es war bereits der zweite Besuch der Moldawier in Haigerloch. Sie waren in Gastfamilien untergebracht.

Am Montagvormittag wurden die moldawischen Gäste in der Schule offiziell von Schulleiter Helmut Opferkuch begrüßt. Anschließend gab es Hospitationen im Französisch-Unterricht. Begleitet wurden die Gäste in den vergangenen Tagen von den Haigerlocher Lehrkräften Jutta Wolf und Holger Michelfeit, die während des gesamten Austausches als Ansprechpartner zur Verfügung standen.

Zwei Ausflüge brachen die Schülerinnen aus Chisinau ins Daimler-Benz-Museum und auf die Burg Hohenzollern. Wie Schulleiter Helmut Opferkuch gegenüber der HZ äußerte, ist die Bildung in Moldawien ein sehr hohes Gut. Ihn überraschten immer wieder die guten Französischkenntnisse der moldawischen Austauschschülerinnen.

Ein besonderer Höhepunkt des Schüleraustausches war am Dienstagabend eine Diskussionsrunde im Gymnasium mit Landrat Günther-Martin Pauli MdL im Beisein der begleitenden Lehrkräfte und einiger Eltern. Pauli hieß die moldawischen Gäste auf Französisch im Zollernalbkreis willkommen und dankte den Lehrkräften und den Gastfamilien für die Organisation dieses einmaligen Schüleraustausches, der einem besseren Verständnis untereinander in Europa diene. Vor allem was die Meinungs- und Pressefreiheit angehe, sei Moldawien noch nicht ganz so weit und deshalb sei ein guter Kontakt unter jungen Menschen und das Verständnis untereinander sehr wichtig.

Im weiteren Verlauf des Abends stellten die moldawischen Schülerinnen ihr Land und ihre Schule vor, während Landrat Pauli in einem zweiten Teil mit den jungen Gästen eifrig über seine Tätigkeit als Landrat im Zollernalbkreis und als Abgeordneter im Stuttgarter Landtag diskutierte.