Haigerloch Landkreis macht Hausaufgaben

Die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts Sigmaringen mit dem Vorsitzenden Richter Dieter Eiche (Mitte) schreitet die Oberstadtstraße ab. Der Vororttermin am Donnerstag hat, wie gestern bekannt wurde, zur Schlichtung des seit Jahren schwelenden Streits zwischen Anwohnern, der Stadt und dem Landratsamt geführt.
Die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts Sigmaringen mit dem Vorsitzenden Richter Dieter Eiche (Mitte) schreitet die Oberstadtstraße ab. Der Vororttermin am Donnerstag hat, wie gestern bekannt wurde, zur Schlichtung des seit Jahren schwelenden Streits zwischen Anwohnern, der Stadt und dem Landratsamt geführt. © Foto: Wilfried Selinka
Haigerloch / ANDREA SPATZAL 21.03.2015
Der Vororttermin des Verwaltungsgerichtes in Haigerloch hat zu einer Einigung zwischen den Parteien geführt: Der Landkreis hat zugesagt, die Verkehrsregelung in der Oberstadtstraße zu verbessern.

Ein jahrelanger Streit zwischen Anwohnern der Haigerlocher Oberstadtstraße und dem Landkreis könnte bis zum Sommer endlich begraben sein: Bei dem Vororttermin des Verwaltungsgerichts Sigmaringen am Donnerstag in Haigerloch wurde die Klage eines Anwohners gegen das Landratsamt des Zollernalbkreises einvernehmlich für erledigt erklärt. Der Anwohner hat seine Klage zurück genommen. Im Gegenzug hat der Landkreis "Hausaufgaben" akzeptiert.

Laut Protokollerklärung wird das Landratsamt innerhalb der kommenden drei Monate für die Oberstadtstraße neue Lärmwertberechnungen vornehmen. Einfließen in die neue Bewertung sollen die Ergebnisse aus der Verkehrszählung aus dem Jahr 2013 sowie Werte aus Verkehrsdichtemessungen. Mit dem 31. Oktober als Stichtag soll eine förmliche Entscheidung getroffen werden, wie der Verkehr in der Oberstadtstraße beruhigt werden kann.

Das war der Zankapfel: Anwohner hatten sich über viele Jahre immer wieder über das hohe Verkehrsaufkommen in der Oberstadtstraße beschwert. Die Straße werde zu viel und zu schnell befahren, stelle für Fußgänger und Fahrradfahrer wegen fehlender Sicherheitsabstände eine Gefahr dar. Der Verkehrslärm sei für Anwohner eine Belastung.

Sobald das Landratsamt die neuen Daten gesammelt und ausgewertet hat, soll aus der Palette der Möglichkeiten "die beste Lösung" ausgewählt werden, erklärte Richter Albrecht Mors, Sprecher des Verwaltungsgerichts Sigmaringen, das Ergebnis der Verhandlung. Denkbar ist vieles: Von einer Neubeschilderung bis hin zu baulichen Maßnahmen. Bei den weiteren Planungen mit in Betracht gezogen werden soll die Absicht der Stadt, den schadhaften Pflasterbelag in der Oberstadtstraße zu erneuern.