Vor einigen Tagen startete in Bittelbronn die Renovierung der Kirche mit dem Schwerpunkt Dach. Die Sanierungsmaßnahmen werden wohl noch bis April 2022 andauern. Die Sonntagsgottesdienste müssen in dieser Zeit ins Bürgerhaus Bittelbronn verlegt werden. Die Werktagsgottesdienste an Dienstagen werden ganz ausfallen.
Bereits vor sieben oder acht Jahren waren Schäden am historischen Dachtragwerk, sowie an der Schiefereindeckung des Glockenturms festgestellt worden, was laut Markus Stehle zu Voruntersuchungen führte. An den  Schieferplatten an dem Glockenreiter sei bereits vor acht Jahren  eine Notsicherung erforderlich gewesen, weil es zu einem sogenannten „Absanden“ gekommen war und einzelner Stücke herausbrachen, was die Verkehrssicherheit gefährdete.
Weil für die aufwändigen Sanierungsarbeiten zunächst keine Finanzierung in Sicht war, waren der damals noch selbstständige Pfarrgemeinde St. Clemens Bittelbronn die Hände gebunden.
Die Schäden am Bauwerk wurden seit der Bestandsaufnahme  2014 natürlich nicht weniger. Die durch Fäulnis und Insektenfraß besonders stark beschädigten Dachfußpunkte haben keinen Halt mehr, drücken nach außen und verursachen Risse im darunter liegenden Mauerwerk. Betroffen ist hiervon in der Hauptsache das Seitenportal auf der Südseite der Kirche. Das Dach wird komplett aufgemacht, denn für die – gut erhaltenen – Biberschwanzziegel auf dem Kirchendach braucht es eine neue Lattung.
Angeschoben vor allem durch das Erzbischöfliche Bauamt Konstanz, machte man sich vor einiger Zeit nochmals daran, zu überprüfen, ob nicht doch Geld für die Kirchendachsanierung vorhanden ist. Die Sanierung ist alternativlos, will man die Kirche nicht für immer schließen. Prompt kam eine Zusage der  Erzdiözese Freiburg. Dafür sei man in Bittelbronn „sehr dankbar“, betont Stehle. Auch mit einer finanziellen Zuwendung aus der Denkmalförderung rechnet man in Bittelbronn. Beim ersten Anlauf waren knapp 60 000 Euro in Aussicht gestellt worden. Der neue Antrag wurde noch nicht beschieden. Man ist gespannt. 
Die Sanierung ist jedenfalls  schon angelaufen. Helferinnen und Helfer aus der Gemeinde Bittelbronn haben gemeinsam mit Ministranten und unter der Leitung von Regina Sauter – natürlich ehrenamtlich – den Dachboden der Kirche geräumt und zahlreiche Gegenstände, die für die Einlagerung bestimmt waren, hinunter getragen, anderes Inventar zur Entsorgung bereitgestellt und die Sakristei ausgeräumt.
Zu den Utensilien zählten Kreuze, Kerzenständer, Gewänder, Tücher, Kronen, diverse Stangen, eine Art Tafel, ein Schränkchen undr Teppiche, wobei die Gegenstände teils in Kartons verpackt und vor allem in den hinteren Reihen der Kirche gelagert wurden.
Danach war ein Restauratorenteam aus Sigmaringen damit beschäftigt, die Altare der Kirche, die Kanzel und die Ausstattung einzuhausen, sowie Figuren oder ein großes Kreuz abzuhängen, um die Gegenstände vor Beschädigungen zu schützen und um Platz zu schaffen für das Gerüst, das im Kirchenraum aufgebaut wird. Die Orgel und die Orgelpfeifen wurden ebenfalls sauber verpackt.
Das vierköpfige Team aus Sigmaringen war aber auch mit klassischen Handwerksarbeiten beschäftigt. Zwei Mitarbeiter der Firma „Faiss Elektrotechnik“ aus Starzach-Felldorf verlegten derweil diverse Kabel.
Die Gerüstbauarbeiten starten am kommenden Montag. Eine Woche danach geht es mit den Zimmererarbeiten los Als verantwortlicher Architekt und Bauleiter der gesamten Maßnahme fungiert Timo Raible aus Eutingen, das Erzbischöfliche Bauamt Konstanz ist ebenfalls eingebunden und vor allem in Person von Architekt Markus Winterstein auch immer wieder vor Ort.