Geduld brauchen Hundebesitzer, die mit der neuen Hundesteuersatzung der Stadt Haigerloch nicht einverstanden sind. Schon in der Novembersitzung des Gemeinderates waren Zuhörer anwesend, die auf das Thema warteten und auch ihrer Empörung über die Liste der als gefährlich eingestuften Hunderassen, der sogenannten „Kampfhunde“, Ausdruck geben wollten. Leider hatten sie die Bürgerfragestunde ungenutzt verstreichen lassen und kamen deshalb nicht zu Wort.

Am Dienstag wurden sie erneut vorstellig. Man sei das letzte Mal „unschön abserviert worden“, beschwerte sich ein Hundehalter aus Owingen. Auch Schreiben an die Stadtverwaltung und den Gemeinderat seien bis heute unbeantwortet.

Verweis auf Polizeiverordnung

Bürgermeister Heinrich Götz erklärte, dass Wortmeldungen eben nur innerhalb der Bürgerfragestunde erlaubt seien, versprach aber, dass sich der Gemeinderat nochmal über das Thema nochmals austauschen wird. Aktuell werde es noch in den Fraktionen diskutiert.

Mit Verweis auf die Polizeiverordnung forderte der Hundehalter aus Owingen, die Liste der gefährlichen Hunde ganz abzuschaffen. Ordnungsrecht und Steuerrecht seien getrennt voneinander zu beurteilen, antwortete Bürgermeister Götz. Jede Stadt habe das Recht, ihre Hundesteuer selbst festzulegen.

Hundehalterin kommt nicht zu Wort

Einer Hundehalterin aus Hechingen wurde das Wort nicht erteilt. „Wir brauchen keinen Hechinger, der uns erklärt, wie unsere Satzungen auszusehen haben“, blockte Götz ab. Das Gremium klopfte diesen Worten Beifall.

Die Kritik einiger Hundehalter zielt auf die neue Hundesteuersatzung der Stadt Haigerloch ab, in der (wie berichtet) sogenannte Kampfhunde zukünftig höher besteuert werden. Zur Orientierung enthält die Satzung eine Liste mit „gefährlichen Hunderassen“. Mit aufgenommen wurde auch die Rasse Rhodesian Ridgeback. Daran entzündete sich eine rege Diskussion, woraufhin Stadtrat Michael Ashcroft eine erneute Diskussion im Gemeinderat beantragte.

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