Rettungswesen Junge Wehrleute 24 Stunden im Dauereinsatz

Beim „BF 24“ musste die Jugendfeuerwehr auch eine Schauübung vor dem Jugendhaus bewältigen. Einsatzleiter Jens Edele (im Hintergrund links) und Gruppenführer Kevin Göttler beobachteten jeden Handgriff.
Beim „BF 24“ musste die Jugendfeuerwehr auch eine Schauübung vor dem Jugendhaus bewältigen. Einsatzleiter Jens Edele (im Hintergrund links) und Gruppenführer Kevin Göttler beobachteten jeden Handgriff. © Foto: Wilfried Selinka
Haigerloch / Wilfried Selinka 27.10.2017

19 Jugendfeuerwehrleute lernten in Haigerloch den Alltag einer Berufsfeuerwehr kennen und waren zwei Tage mit Eifer bei der Sache. „Alles lief nach Plan. Alle Aufgaben wurden gut abgearbeitet und sind ruhig abgelaufen. Es gab keine besonderen Vorkommnisse“, so das Fazit von  Jugendfeuerwehrwart Markus Stehle.

In 24 Stunden bewältigten die Mädchen und Jungen in verschiedenen Gruppen insgesamt 16 Einsätze. Da hieß es gleich am frühen Morgen unter anderem „Ziege in einem Zaun in Bad Imnau gefangen“, „Türöffnung in Bittelbronn“, „Brandmeldealarm Schulzentrum Haigerloch“, „Katze auf dem Baum in Weildorf“ und „Mülleimerbrand in Henstetten“. Es blieb kaum Zeit für ein Vesper am Abend, schon hieß es wieder hinaus in die Dunkelheit zu „Küchenbrand in der Schulküche Stetten“, „Treibgut in der Stunzach beim Friedhof Gruol“, „Verkehrsunfall Lichtäcker“ und gleich anschließend „Gebäudebrand Lichtäcker“. Bei allen Alarmierungen rückten die Jugendlichen in Gruppen aus und erledigten ihre Aufgaben mit Unterstützung der Aktiven und ihren Fahrzeugen.

Zwischen 23.30 und 6 Uhr wurde den jungen Einsatzkräften eine Nachtruhe verordnet.  Im Feuerwehrhaus waren, getrennt für Jungen und Mädchen, die Nachtquartiere eingerichtet.

Am nächsten Morgen  ging der Alarm noch vor dem Frühstück los. In einem Abbruchhaus in Bad Imnau musste nach einem Obdachlosen gesucht werden. Auch die weiteren Übungen am Samstagmorgen konzentrierten sich nicht nur auf die Kernstadt, sondern fanden noch in Gruol und Hart statt.

Zum Höhepunkt wurde am Samstagnachmittag die gemeinsame Abschlussübung beim Jugendhaus in Haigerloch vor zahlreichen Zuschauern, darunter Bürgermeister Heinrich Götz, der stellvertretende Gesamtwehrkommandant Jörg Seidel und Abordnungen aus den Feuerwehrabteilungen. Angenommen wurde ein Brand im Obergeschoss mit zwei eingeschlossenen Jugendlichen. Das Feuer war beim Hantieren mit Kerzen entstanden. Die Jugendlichen machten ihre Sache gut, stellten sogar selbst die Gruppenführer. Als Einsatzleiter fungierte der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart Jens Edele und als Gruppenführer der Aktiven Kevin Göttler. Markus Stehle erläuterte über Lautsprecher den Zuschauern die Übung.

Unterstützung bekamen die jungen Feuerwehrleute von den Aktiven mit fünf Fahrzeugen und der DRK-Bereitschaft mit zwei Fahrzeugen. Das Jugendrotkreuz nahm mit sechs Jugendlichen an der Übung teil, die nach einer halben Stunde abgeschlossen werden konnte.