Die Feierstunde zum zehnjährige Bestehen der Dauerausstellung "Spurensicherung: Jüdisches Leben in Hohenzollern" bot den Rahmen für die Unterzeichnung einer Partnerschaftsvereinbarung zwischen dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Realschule und dem Gymnasium.

Klaus Schubert, Vorsitzender des Synagogenvereins, erinnerte an das beeindruckende Schulprojekt "Das Haag von Sinnen" in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte. An dem Brückenschlag zwischen dem Haus der Geschichte, dem Synagogenverein und den beiden Schulen hätten nicht nur die amtierenden Schulleiter, Karin Kriesell und Bernd Heiner, sondern auch schon ihre Vorgänger Martha Caduff, Hans Brodbeck, Klaus Mohr und Helmut Opferkuch gearbeitet.

Auch Rainer Schimpf vom Haus der Geschichte blickte zurück auf das Projekt "Das Haag von Sinnen": Im Juli 2013 hatten sich 36 Schüler aus beiden Schulen eine Woche lang mit der jüdischen Geschichte Haigerlochs beschäftigt, Akten gewälzt und mit Zeitzeugen gesprochen. "In diesem Projekt haben alle an einem Strang gezogen", stellte Schimpf rückblickend fest. Das sei die "Geburtsstunde für die Schulpartnerschaft" gewesen. "Es kann wohl nichts besseres geben, als wenn sich die Jugend mit der jüdischen Geschichte mit Hass, Gewalt, Rassismus und Antisemitismus beschäftigt und dies an einem authentischen Ort, mitten in der Heimat", so Schimpf.

Realschulrektor Bernd Heiner sah in der Kompetenz und der starken Unterstützung aus Stuttgart die Gewähr dafür, dass in der Zukunft ähnliche Schulprojekte entstehen können.

Gymnasialrektorin Karin Kriesell bezeichnete die ehemalige Synagoge als "Lernort, um das Judentum als Teil der Geschichte Haigerlochs und damit der engeren Heimat zu würdigen". Es sei wichtig, den Schülern "Puzzleteile an die Hand zu geben", damit sie sich von der Geschichte ihrer Heimat ein vollständiges Bild machen können.

Bei der anschließenden Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung fungierten die beiden Vorsitzenden des Synagogenvereins, Klaus Schubert und Roland Hönisch, als Zeugen.