Gruol/Höfendorf Jeder Cent kommt an

Gestern beluden Mitglieder des Vereins "Schulen für Gambia" am Fahrner-Lager in Höfendorf und an der alten Molke in Gruol (Foto) einen großen Container mit Hilfsgütern, der gleich anschließend in Richtung Afrika verschifft wurde. Foto: Jörg Wahl
Gestern beluden Mitglieder des Vereins "Schulen für Gambia" am Fahrner-Lager in Höfendorf und an der alten Molke in Gruol (Foto) einen großen Container mit Hilfsgütern, der gleich anschließend in Richtung Afrika verschifft wurde. Foto: Jörg Wahl
Gruol/Höfendorf / JÖRG WAHL 12.12.2013
Ein voll mit Hilfsgütern beladener Container des Vereins "Schulen für Gambia" ging gestern auf seine Reise. Vereinsmitglieder sorgen dafür, dass jedes Fahrrad und jeder Cent bei den Bedürftigen ankommt.

Rund 20 hilfsbereite Mitglieder des Vereins "Schulen für Gambia" trafen sich gestern früh, um erneut einen 40-Fuß-Container mit Hilfsgütern zu beladen. Auch der Vorsitzende des Vereins, Gerhard Riebock, war vor Ort, um kräftig mit anzupacken.

Zuerst wurden die Sachspenden im Lager von Otto Fahrner in Höfendorf abgeholt. Dann wurde das zweiten Lager bei der alten Molke in Gruol geleert. Gleich danach wurde der Schiffscontainer auf seine lange Reise nach Gambia geschickt.

Das westafrikanische Land ist mit einer Fläche von etwa 11 000 Quadratkilometern der kleinste Flächenstaat des schwarzen Kontinents. Gambia hat rund 1,7 Millionen Einwohner und ist eines der ärmsten Länder der Welt.

Der Verein "Schulen für Gambia" besteht seit 14 Jahren und hat es sich zur Aufgabe gemacht, solche Container-Aktionen mindestens zweimal pro Jahr durchzuführen. Zur Erfüllung der selbstgesetzten Ziele sind die Vereinsmitglieder ausschließlich auf Sach- und Geldspenden aus der Bevölkerung angewiesen. Der Verein garantiert, dass jede geleistete Spende auf direktem Weg bei den hilfsbedürftigen Menschen ankommt.

Größere Mengen an gebrauchten Schultischen und -stühlen, fußbetriebene Nähmaschinen, ein großer Posten an unterschiedlichen Fahrrädern, immens viele Stoffe zur Anfertigung von Kleidungsstücken und vieles mehr - gesammelt aus dem ganzen Zollernalbkreis - verließen gestern gegen 12 Uhr die Gruoler Molke.

Von Gruol aus ging der proppevolle 40-Fuß-Container per Lastwagen nach Karlsruhe, von dort aus auf einem Binnenschiff nach Antwerpen und müsste dann am 10. Januar über den Seeweg im Hafen von Banjul, der Hauptstadt Gambias, eintreffen. Vier Vereinsmitglieder werden dann am 7. Januar nach Gambia reisen, vor Ort die Fracht entgegen nehmen und die Hilfsgüter an die Kinder und deren Familien, sowie an drei Schulen in Gambia verteilen. "Das ist immer eine große Herausforderung, aber nur so ist gewährleistet, dass nichts verloren geht und direkt bei den notleidenden Menschen ankommt", erklärt Riebock. Die Flüge nach Afrika werden von den Mitgliedern aus eigener Tasche bezahlt. Der Transport muss mit Spendengeldern finanziert werden. Die Frachtkosten betragen immerhin 5000 Euro.

Außerdem übernimmt der Verein "Schulen für Gambia" die Unterstützungsgelder für Patenschaften von 120 Kindern. Eine großzügige Spende erhielten sie nun auch von der Firma Pezet aus Haigerloch mit 700 Euro, wobei je zur Hälfte die Mitarbeiter und die Geschäftsleitung spendeten.

Info Ein Spendenkonto hat der Verein "Schulen für Gambia" bei der Volksbank Hohenzollern eingerichtet. Bankleitzahl: 641 632 25;

Kontonummer 217 515 002

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