Kleiner als bisher, aber umso farbenfroher und ideenreicher präsentierten sich die zwölf Gruppen beim traditionellen Fasnetsumzug am Sonntag in Salzschleckerhausen.

Die Umzugsspitze bildete traditionsgemäß der Narrenverein mit den neu eingekleidetem Narrenrat dem Trommler- und Fanfarenzug mit Fahnenschwingern unter Andy Strauch sowie der wieder größer gewordenen Gruppe der Traditionsfigur der Salzschlecker und die recht freigebigen Essensträgerinnen. Unter dem Beifall der vielen Zuschauer am Straßenrand liefen auch die Minigarde als „Raupe Nimmersatt“, die Juniorgarde als „Roboter“ und die letztmalig in dieser Formation in der diesjährigen Saison aufgetretene Tanzgarde (eins) als „Ritter“ mit. Letztere waren in der Fasnet 2019 besonders erfolgreich und heimsten bei Wettbewerben fünf erst und zwei zweite Plätze ein. Stolz trugen sie daher auch ihre Siegestrophäen am Umzug mit, in die der Sekt danach in Strömen floss.

Die bunt gemischte Freundesgruppe um Ortsvorsteher Konrad Wiget waren als schaurig-schöne Schlossgeister samt Stettener Schloss auf einm kleinen Wagen unterwegs. Liebliche Lebkuchenherzen mit „Schatzi – Juhu – i mag di so“ hatte der Carmina-Nova-Chor aus Rangendingen nach Stetten geschickt, denen die Stettener Lombakapell gehörig den Marsch blies. Der Sportverein veräppelte Donald Trump als Mexikaner mit „Donalds Freunde“.

Selbstverständlich war auch die große Gruppe der einheimischen Schaiblin-Hexen mit von der Partie und trieb im eigenen Ort besonders mit ihnen bekannten Zuschauern ihr Unwesen. Die „Stettener Wahrsagerinnen“ hatten es nicht schwer, den Einheimischen den Spiegel der Wahrheit vors Gesicht zu halten, und der örtliche Motorsportclub betätigte sich als schnelle „Eingreifgruppe Feinstaub“. Schließlich präsentierte sich der neu geründete Stettener „Oldtimer-Club“ als „Bauern“ und bewirteten die Umzugsteilnehmer wie Zuschauer von ihrem Fasnetswagen mit heißen Roten und Bauernbratwürsten und vielen Getränken.

Erste „Fleckafasnet“ ist gelungen


Heiße Rote und Bauernbratwürste gab es auch nach dem Umzug bei der ersten „Fleckafasnet“ im Freien. In der Stettener Straße rund um den Engel hatten die Gaststätte, verschiedenen Besenwirtschaften und ein Partyzelt geöffnet, um Umzugsteilnehmer und Besucher bei närrischer Stimmung auch mit Musik zu „verköstigen“. Gerade dieses Zusammensein in der Ortsmitte – und nicht in der Glückauf-Halle – trug zu einem besonderen Gelingen der diesjährigen Salzschleckerhausener Straßenfasnet bei.