Stetten bei Haigerloch Holzstapel müssen weg

WILFRIED SELINKA 19.03.2015
Sechs Holzstapel auf städtischen Grundstücken am "Netter Bühl" in Stetten müssen abgeräumt werden. Die Besitzer sind darüber verärgert.

Seit Jahren schon stehen die Holzstapel entlang des Feldweges und bislang wurden sie von der Stadt- und Ortschaftsverwaltung geduldet. Doch die rund zehn Holzlager liegen größtenteils auf städtischem Grundstücken und zu dicht an einer Hecke zu einem Natuschutz-Biotop.

Die Hecke soll im Oktober kräftig zurückgeschnitten werden. Dies ist aber wegen der Holzstapel nicht möglich. Die Besitzer wurden aufgefordert, die Holzstapel bis spätestens im Oktober zu entfernen. Darüber sind sie verärgert. In der Ortschaftsratssitzung waren sechs Betroffene anwesend und beschwerten sich heftig wegen der Anweisung. Die Stapel gebe es zum Teil bereits seit dem Orkan "Lothar" vor über 15 Jahren. "Da muss es doch einen Bestandsschutz geben", so ihre Ansicht. Wenigstens müsse ihnen anderweitig ein Lagerplatz zur Verfügung gestellt werden, wie in Rangendingen, hieß es, wo die Gemeinde den Bürgern einen Holzlagerplatz zur Verfügung stelle.

Ortsvorsteher Konrad Wiget unterrichtete über die Rechtslage. "Es gibt keine schriftlichen Pachtverträge. Zudem befinden sich die Holzstapel im Außenbereich, für den ein Bebauungsplan notwenig ist. Luftbilder zeigen, dass die Holzstapel auf städtischem Grund stehen. Auf privatem Grund darf im Außenbereich Holz bis zu 15 Kubikmeter, möglichst schonend in der Landschaft, allerdings ohne Abdeckung, gelagert werden."

Im Ortschaftsrat war man sich darüber einig, dass eine vernünftige Lösung für die Holzstapel-Besitzer gefunden werden müsse. Deshalb will man sich den Platz in Rangendingen anschauen und in Stetten überprüfen, wo auf der Gemarkung eine geeignete öffentliche Fläche zur Verfügung gestellt werden könnte. Weiter will man sich über die Regelungen im Stadtgebiet kundig machen. Deshalb soll das Thema nochmals auf die Tagesordnung der nächsten Ortschaftsratssitzung kommen.