Bittelbronn Heißes Pflaster in Bittelbronn

Bei der Schauübung mussten die jungen Feuerwehrleute einen brennenden „Schuppen“ löschen.
Bei der Schauübung mussten die jungen Feuerwehrleute einen brennenden „Schuppen“ löschen. © Foto: Max Bäurle
Bittelbronn / Max Bäurle 05.06.2018
Viele Attraktionen gab es beim ersten mit einem Informationstag verbundenen Fest der Bittelbronner Wehr am Wochenende.

Natürlich erfuhren die Besucher auf dem Fest auch viel Wissenswertes rund um die Feuerwehrarbeit und wurden darüber in Kenntnis gesetzt, wie sie sich in Notfällen selbst helfen können.

Los ging’s am Samstag mit einem Dämmerschoppen, anschließend herrschte Barbetrieb, und ein DJ legte Musik aus verschiedenen Musikrichtungen auf.

Der Sonntag startete mit einem Frühschoppen, zu dem der Musikverein „Lyra“ Bittelbronn aufspielte, der vorwiegend Polkas und Märsche mitgebracht hatte. Auch ein Mittagstisch wartete auf die anwesenden Gäste.

Eine der Hauptattraktionen war am Nachmittag die Schauübung der Jugendfeuerwehr auf der Hauptstraße. Angenommen wurde ein Schuppenbrand. Das Löschgruppenfahrzeug der Abteilung Haigerloch rückte mit acht Jugendlichen und drei Betreuern an, die mit zwei Leitungen die Brandbekämpfung betrieben. Die Löschwasserversorgung erfolgte zuerst aus dem Fahrzeug, später wurde auch noch der Unterflurhydrant/die Wasserleitung unter der Straße angezapft. Am Ende zogen einige der jungen Feuerwehrleute den Brandschutt auseinander, damit die Glutnester ebenfalls gelöscht werden konnten. Auch die Verkehrsabsicherung durfte bei dieser Übung natürlich nicht vernachlässigt werden.

Jugendwart Markus Stehle war mit einem Mikrofon ausgerüstet und kommentierte die Übung beziehungsweise wartete mit Informationen zur Arbeit der Jugendfeuerwehr auf.

Außerdem gab es am Sonntag drei vor allem für Kinder und Jugendliche attraktive Spielstationen: An einer mit aufgemalten Flammen versehenen Hausattrappe galt es, aus entsprechender Entfernung mit dem Strahl aus einem Feuerwehrschlauch eine der Öffnungen zu treffen. Zu diesem Ziellöschen gesellte sich eine Art Slalomparcours. In einer schräg stehenden, länglichen Kiste musste man einen kleinen Ball mit einem Wasserstrahl aus einem Feuerwehrschlauch von unten nach oben befördern, wobei Hindernisse das Ganze erschwerten. Dritte Spielstation war das Dosenwerfen. Hier bekamen es die Werfer mit einer Pyramide aus Blechdosen zu tun.

Bei einer Fettexplosion wurde demonstriert, was passiert, wenn man fälschlicherweise Wasser in heißes Fett spritzt oder schüttet. Richtig, ist wie man erfuhr, das Löschen mit einer Löschdecke, einer Baumwolldecke oder Sand.

Weiter durfte an einer Wanne unter Anleitung die korrekte Brandbekämpfung mit einem Feuerlöscher geübt werden, und an einem Infostand der Firma BSC aus Villingen/Schwenningen wurden Feuerlöscher, Rauchwarnmelder und Infomaterial angeboten. Viele Besucher ohne Höhenangst machten auch vom Angebot Gebrauch, mit der Drehleiter zu fahren und Bittelbronn einmal aus der Höhe zu betrachten. Beim Schätzspiel galt es, zu erraten, wie lange ein an der Decke des Festzelts aufgehängter Feuerwehrschlauch ist. Um das Ganze zu erschweren, war dieser auch teils verknotet.

Das DRK Haigerloch gab Einblicke in seine Arbeit und stellte ein Einsatzfahrzeug vor. Als weitere Attraktion war eine große Hüpfburg für Kinder aufgebaut worden. Am Sonntagnachmittag gab es zudem Kaffee und Kuchen.

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Aktive hat die Feuerwehr Bittelbronn. Hinzu kommen ein Ehrenkommandant, vier Kameraden in der Altersabteilung und neun in der Jugendwehr. Kommandant ist Daniel Pfister.

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