In seinem letzten Jahresbericht als Kommandant der Feuerwehrabteilung Haigerloch-Stadt sprach Matthias Kuner trotz fehlender Großbrände von einem arbeitsreichen Feuerwehrjahr. So kam die Kernstadtwehr 2018 auf insgesamt 85 Einsätze – vier mehr als im Vorjahr – mit insgesamt 2097 Einsatzstunden. 18 Mal musste die Haigerlocher Abteilung ausrücken, zehn Mal weniger als im Vorjahr. Dafür waren die technischen Hilfeleistungseinsätze auf 46 angestiegen, ebenso die Umwelteinsätze auf 21. Am spektakulärsten waren dabei der Säureaustritt in einem Mineralbrunnenbetrieb sowie mehrere Ölverschmutzungen auf der Eyach. Leider konnten bei zwei Verkehrsunfällen sowie bei zwei Türöffnungen vier Menschen nur noch tot geborgen werden, zwei Personen wurden gerettet.

Der Ausbildungsstand hat sich durch 26 praktische Dienste weiter verbessert. Mit dabei war die Haigerlocher Wehr bei Löschzugübungen in Bittelbronn und Weildorf, bei der Gesamtwehrübung in Weildorf und der Hohenzollernübung in Fischingen. Der Geamtaufwand der Feuerwehrangehörigen einschließlich der Gerätewarte addierte sich so auf 3226 Stunden. Der Übungsbesuch lag bei 70 Prozent, wobei 75 Prozent angestrebt wird. Der Altersdurchschnitt der 54-köpigen Mannschaft beträgt 37 Jahre.

Zum Zugführer ließen sich Sebastian Strobel, zum Gruppenführer Markus Stehle, zu Wehrmännern durch die Grundausbildung Daniel Rebmann und Stefan Thieringer sowie zum Sprechfunker Matthias Außersteiner, Daniel Forster, Daniel Rebmann und Stefan Thieringer fortbilden. Einen Lehrgang Absturzsicherung abolvierten René Außersteiner, Matthias Edele, Fabian Elser und Thomas Rebmann, ein Seminar zur Türöffnung besuchten Jörg Seidel, Thomas Rebmann und Bernd Kronenbitter.

Matthias Kuner dankte allen Aktiven für ihre Einsatzbereitschaft und Unterstützung. Besondere Anerkennung ging an den Ausschuss und die beiden Stellvertreter René Außersteiner und Patrick Kornwachs.

Im Ausblick auf 2019 wies der scheidende Kommandant auf das Vorliegen der Ausschreibungsergebnisse für die Ersatzbeschaffung eines Einsatzleitwagens (ELW) und die Feier des 160-jährigen Jubiläums der Kernstadtwehr vom 19. bis 21. Juli mit Festakt und Tag der offenen Tür hin.

Kassierer Folke Weber konnte ein Plus in der Kameradschaftskasse verbuchen. Martin Selinka hatte zusammen mit Bernd Kronenbitter die Einnahmen und Ausgaben geprüft, so dass Bürgermeister Heinrich Götz die einstimmige Entlastung der Haigerlocher Leitungsmannschaft herbeiführen konnte. Götz lobte zugleich die professionelle Arbeit der Wehr: „Die Bevölkerung kann stolz sein auf die Feuerwehr in ihrer Stadt.“ Der Verwaltungschef kündigte ferner die Ersatzbeschaffung des ELW und eines TSF-W für Hart an.

Gesamtwehrkommandant Robert Wenz lobte die gute Arbeit der Kernstadtwehr und die ersprießliche Zusammenarbeit innerhalb der Gesamtwehr. So wurden alle 156 gesamtstädtischen Einsätze, bei denen die Stützpunktwehr 85 Mal dabei war, bestens gemeistert. Erfreulich nannte er die Ersatzbeschaffung des TSF-W für Weildorf, und auch das für Haigerloch beschaffte Boot habe bei Öleinsätzen auf der Eyach gute Dienste geleistet.

In der Vorschau hob Wenz die Beschaffung eines neuen Einsatzleitwagens (ELW) hervor, für dessen Beschluss die Unterlagen dem Gemeinderat noch in der Januar-Sitzung vorgelegt werden. Zudem muss der Förderantrag für die Bezuschussung der Ersatzbeschaffung für den 30 Jahre alten Vorausrüstwagen (VRW) auf den Weg gebracht werden.