Wie lange hält ein Pullover? Im Kleiderschrank überlebt er oft gerade mal ein Jahr, auf der Müllkippe kann er aber noch sehr lange Zeit überdauern. Wohin mit dem ganzen Müll? Woher mit den neuen Rohstoffen? Die Antwort lautet: Im Kreis wirtschaften. Das war das Thema des diesjährigen Chemie-Wettberwerbs Dechemax.

Dechemax ist eine Initiative des Vereins Dechema-Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie. Dessen Ziel ist es, bei Jugendlichen Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik zu wecken, und die Dinge auch einmal ein wenig anders zu erklären, als das in der Schule manchmal der Fall ist – möglichst lebendig, aktuell und praxisnah.

Das Besondere des Wettbewerbs besteht darin, dass die Aufgaben in Teams von drei bis fünf Schülern bearbeitet werden müssen –  so wird nicht nur naturwissenschaftliches Arbeiten und Denken gefordert, sondern die Arbeit als Gruppe und deren Diskussionen gefördert.

Drei Teams des Profilfachs Chemie haben weder Aufwand noch Mühe gescheut und das Projekt über ein halbes Jahr selbstständig außerhalb des Unterrichts durchgeführt.

Der Wettbewerb besteht aus zwei Runden. In der ersten Runde werden acht Wochen jede Woche Fragen rund um Chemie, Biotechnologie und Technik nach Zeitvorgaben auf der Dechemax-Seite im Internet veröffentlicht. Bei niedriger Fehlerquote qualifizieren sich die Gruppen für die zweite Runde, in der spannende Experimente auf dem Plan stehen, die auch ordentlich dokumentiert und ausgewertet werden müssen.

Alle Versuche sind so gestaltet, dass sie auch zu Hause in der Küche durchführbar sind. Beispielsweise musste man verschiedene „Kunststoffe“ auf Zuckerbasis herstellen und daraus Schäume machen. Lecker, wenn man den Versuch anschließend auch verzehren kann.

Die Lösungen der Gruppe Chlorophül mit Pascal Kotz, Hannes Stiefel, Ümmihan Alsahan und Lea Schubert aus Klasenstufe 1 platzierte sich unter den sieben besten ihrer Jahrgangsstufe und sie erhielten eine Urkunde und einen Buchpreis.