Pfarrerin Dorothee Kommer verlässt Haigerloch nach fünf Jahren. Schon seit dem 1. März ist sie nicht mehr offiziell im Amt. Am morgigen Sonntag wird sie von der Evangelischen Kirchengemeinde  um 10 Uhr im Gottesdienst verabschiedet.

Die 50-jährige Geistliche verlässt die Felsenstadt auf eigenen Wunsch, nachdem die Chemie zwischen ihr und dem Kirchengemeinderat am Ende nicht mehr ganz stimmte.

In Dorothee Kommers Dienstzeit als Pfarrerin in Haigerloch fiel eines der größten Bauprojekte der jüngeren Vergangenheit: Die Sanierung des Kirchturms. Im Herbst 2013 hatten die Kirchturmglocken stillgelegt werden müssen, weil deren Schwingungen die Statik des Turmes gefährdeten. Zum Jubiläum 500 Jahre Reformation am 31. Oktober 2017 läuteten sie erstmals wieder.

Auch dem Ausbau der Jugendarbeit galt ihr Augenmerk. Und es wurde einiges auf den Weg gebracht.  Zunächst in Gestalt der Jugendreferentin Sarah Stoll, die die Jugendarbeit in den evangelischen Gemeinden Haigerloch, Hechingen und Rangendingen betreute. Der von Sarah Stoll aufgebaute Jugendkreis konnte sogar fortgesetzt werden, als sie die Gemeinde nach einem Jahr wieder verließ. Und zwar mit Unterstützung des Bezirksjugendwerkes und der Bezirksjugendreferentin Karin Dengler. Der Kreis ist für Zwölf- bis 16-Jährige gedacht und trifft sich heute noch regelmäßig im Gemeindehaus.

Auch die Zusammenarbeit mit ihren beiden katholischen Kollegen, Pfarrer Michael Storost und Pfarrer Dieter Mayer, sowie mit Diakon Peter Hipp empfand die Geistliche als positiv. Mit Hipp hat sie zusammen die vierteljährlichen Mitmachgottesdienste gestaltet. Zudem hat sich für die evangelischen Themengottesdienste inzwischen ein Team gebildet.

Dorothee Kommer wird in den Kirchenbezirk Tuttlingen wechseln und dort als Pfarrerin tätig sein. Wie es in Haigerloch weitergeht, ist noch offen.

Vorerst ist die administrative Gemeindearbeit geregelt und die Gottesdienste über Vertretungen gesichert.