Die Stadt Haigerloch ist dieses Jahr bestens gerüstet für die Urlaubsmesse CMT, die am Samstag in Stuttgart eröffnet wird. Druckfrisch liegt die erste Wanderbroschüre vor. Sie trägt den vielversprechenden Titel „Zwischen Himmel und Erde“ und beschreibt sechs Touren mit traumhaften Wegen, malerischen Ecken und tollen Aussichtspunkten.

Für Viktoria Ebenhoch, Leiterin des Kultur- und Tourismusbüros in Haigerloch, war es wie ein Weihnachtsgeschenk, dieses kleine, aber mit großer Sorgfalt konzipierte und aufgelegte Büchlein endlich in den Händen zu halten. „Wir sind ganz stolz darauf“, sagt sie. „Es war unglaublich viel Arbeit.“

Sonderausstellung stellt Wandern in den Fokus

Jetzt bildet die CMT als weltweit größte Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit den passenden Rahmen für die Präsentation der neuen Wanderbroschüre – und zwar gleich am ersten Wochenende und an prominenter Stelle, nämlich am gemeinsamen Stand der WFG und Touristinfo Zollernalb, die am 11. und 12. Januar in Halle 6 auf der Sonderausstellung „Fahrrad- & Erlebnis-Reisen mit Wandern“ um die Aufmerksamkeit der Besucher wirbt. Am kommenden Donnerstag, 16. Januar, sind Viktoria Ebenhoch und Kulturamtsmitarbeiterin Theresa Burkhardt selbst auf der CMT. Beide Frauen sind schon gespannt auf den neuen Messestand der WFG/Zollernalb-Touristinfo in Halle 9, übrigens wie immer unter dem Dach des Tourismusverbandes Schwäbische Alb. An dem Stand habe es einige Veränderungen gegeben, erklärt Ebenhoch. Unter anderem wurde aus bisher zwei Theken eine große. Zur Vorbereitung des diesjährigen Messeauftritts fand dieser Tage auch eine Messeschulung statt, an der Theresa Burkhardt teilgenommen hat.

Sechs attraktive Rundwege werden vorgestellt

Haigerloch soll auf der CMT und darüber hinaus als Idylle präsentiert werden, in der Besucher und Touristen zu Fuß oder im Sattel eine Auszeit vom Alltag nehmen können. Als malerisches Städtchen inmitten einer der schönsten Landschaften zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb wird Haigerloch beworben. „Nicht nur die Eyach fließt hier langsam, auch die Zeit hält manchmal den Atem an“, liest man in der Einleitung der neuen Wanderbroschüre.

„Leichtfüßig“ kommt das 20-seitige Büchlein daher. Man hat sich für ein handliches DinA-5-Format entschieden und ein mattgrünes, hochwertiges Papier gewählt und dem Ganzen den poetischen Titel „Zwischen Himmel und Erde“ verliehen. Das war ein Arbeitstitel“, erzählt Viktoria Ebenhoch, „aber der hat uns gleich so gut gefallen, dass wir dabei geblieben sind“.

Sechs Rundwege werden in der Broschüre vorgestellt. Die kürzeste Tour ist der Eichhörnchenweg in Bad Imnau mit 4,6 Kilometern, die längste Route der Warrenberg mit 21,9 Kilometern. Des Weiteren werden vorgestellt: der 8,3 Kilometer lange Römerturm-Rundweg auf historische Pfade, der Eyachtal-Rundweg mit 14,8 Kilometern an Ufern und Wäldern entlang, der Kirchberg-Rundweg (16 Kilometer) zum gleichnamigen Kloster und damit „dem Himmel entgegen“ und schließlich der Eichwald-Rundweg durch Hart mit 12,8 Kilometern.

Professionelle Fotoshootings in freier Natur

Angefangen haben die Haigerlocher Touristiker fast bei Null. Es gab keine Vorgänger-Broschüre, die nur aktualisiert hätte werden müssen, keine Vorlage zur Orientierung und keinen Fundus an aktuellen und aussagekräftigen Fotos zur Illustrierung. So sattelten Viktoria Ebenhoch und ihr Team, unterstützt von einigen Wanderwegepaten, selbst des Schusters Rappen. „Wir sind jede einzelne Tour abgewandert, haben die Beschilderung kontrolliert und ergänzt“, sagt Ebenhoch. Fotoshootings mit Profis wie Roland Beck von der Burg Hohenzollern oder Gunar Haid von Fotodesign Haid aus Bad Imnau mussten organisiert, Statisten für die Aufnahmen engagiert werden. Das habe viel Zeit in Anspruch genommen, beschreibt die junge Kulturamtsleiterin die Bausteine ihres „Jahresprojekts“.

Viel Kreativität war dann auch bei der Beschreibung der Wege und den passenden Formulierungen gefragt. Aus einem „Gedankenkonstrukt“ musste die Botschaft herausgearbeitet werden, die Haigerloch am besten beschreibt. So lässt man die  Broschüre „erzählen“ von dem malerischen Städtchen, der idyllischen Landschaft, den Sehenswürdigkeiten am Wegesrand.

Sehr hilfreich war, sagt Ebenhoch, dass man mit der Werbeagentur Wolf, Hechingen, einen ortskundigen Partner an der Seite hatte.

Kontrastprogramm in „Alraunes Schönheitsklinik“

Aber nicht nur Landschaft hat Haigerloch zu bieten, sondern auch einen wahren Schatz an Kunst und Kultur: Museen, Stadtführungen, Mundarttage, Schlosskonzerte & Co. – all das soll auf der CMT natürlich ebenfalls beworben werden. „Besonders freut uns, dass Alraune noch einmal verlängert“, betont Viktoria Ebenhoch. Die Kunstmenschen von Stefanie Siebert, alias Alraune, in dem einzigartigen Panoptikum im Haigerlocher „Schwanen“ sind und bleiben ein großer Besuchermagnet. An Ostern wird die neue – und blutige – Ausstellung „Alraunes Schönheitsklinik“ eröffnet.

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