Den Schülern Vivien Albiez, Ida Becker, Eva Ehmann, Lukas Lieten, Mirja Ploetz, Marion Pötsch, Adam Seibel und Fadime Simsek gelang es, das Publikum schnell auf ihre Seite zu ziehen. Am Klavier beeindruckte Hanno Wörz. Dabei wurde nicht auf die eine große Pointe am Ende hingearbeitet. Loriot hat seine Sketche in der Regel so konzipiert, dass sie fast von Beginn an für Belustigung sorgen. Die Darsteller schafften es an beiden Tagen, diese auch so zu präsentieren, dass der besondere Humor Loriots entsprechend zur Geltung kam.

Hanno Wörz spielte zu Beginn „Wochenend und Sonnenschein“, ehe ein „Ehepaar“ beim ersten Sketch den Fernsehabend streichen musste, da das TV-Gerät defekt war. Obwohl beide so taten, als würde es ihnen nichts ausmachen, war doch zu merken, dass das Ehepaar genervt war. Zwar fielen Sätze wie „Da kann man sich mal unterhalten“, aber es kam eher zu einem kleinen Streit. Am Ende meinte der Mann: „Nach den Spätnachrichten geh ich ins Bett.“ – Sie: „Aber der Fernseher ist doch kaputt.“ – Er: „Ich lass mir doch nicht von einem kaputten Fernseher vorschreiben, wann ich ins Bett gehe.“ Beim  Sketch „Das Kleid“ wurde wieder einmal deutlich, dass man als Mann nur alles falsch machen kann, wenn man von seiner Frau gefragt wird, wie einem ein bestimmtes Kleidungsstück an ihr gefällt. Bei „Das Frühstücksei“ ging ein Ehepaar am Frühstückstisch der Frage nach, wie ein perfektes Ei gekocht sein muss.

Auch der Sketch „Feierabend“ präsentierte ein Ehepaar, wobei die Frau am Bügelbrett agierte, der Ehemann gemütlich im Sessel saß und betonte:„Ich mache nichts“. Daraus entstand ein schreiend komischer Dialog, an dessen Ende sie ihm vorwarf, dauernd zu quengeln, obwohl eigentlich sie selbst ständig am Quengeln war.

Der bekannteste Sketch war wohl „Der Lottogewinner“. Hier sollte der 66-jährige Rentner und Lottogewinner Erwin Lindemann im Fernsehen über seine Pläne berichten, wobei der Text vorgegeben wurde. Aufgrund einiger Pannen musste er immer wieder von vorne anfangen und kam durcheinander.

In der nächsten Szene ließ sich ein Kunde in einer Zoohandlung eine tote, weiße Maus andrehen, mit der Begründung, diese sei nicht so hektisch, wohingegen es in einer Warteschlange „An der Opernkasse“ umso hektischer zuging, als dem einen der Tag, dem anderen die Aufführung nicht passte und der dritte keine fünf nebeneinander liegende Plätze bekam.

„Holderididudeldö“ hieß es anschließend beim Sketch „Die Jodelschule“, wo Frau Hoppenstedt ihr Jodeldiplom zu machen gedachte, um einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen. Vor der „Bundestagsrede“ baute Pianist Hanno Wörz bewusst falsche Töne in die Nationalhymne ein, ehe ein Politiker in seiner Rede von einem Thema zum anderen hüpfte und kaum vollständige Sätze zustande brachte.

Alle „Köche“ präsentierten dann noch gemeinsam das Rezept zum Gericht „Dackel im Schlafrock“ – und das Lied „Ich wollt, ich wär´ein Huhn“ als Zugabe.