Gruol Gruoler Fenstersturz: Eltern wollen Klarheit

Haigerloch/Gruol / Andrea Spatzal 01.03.2018
Wegen des Gruoler Fenstersturzes ermitteln die Staatsanwälte. Besorg­te Eltern wenden sich Hilfe suchend an die Stadt.

Besorgnis und Verwirrung herrscht in Gruol, seitdem die Staatsanwaltschaft Hechingen wegen des Fenstersturzes in der Silvesternacht ermittelt. Ein 20-jähriger Partygast war aus ungeklärter Ursache aus dem Fenster des Jugendtreffs  im Obergeschoss des Rathauses acht Meter in die Tiefe gestürzt. Die von den Ermittlungen betroffenen Jugendlichen und Eltern können momentan nicht abschätzen, was da auf sie zurollt. Die Verunsicherung ist groß. Es wurden bereits Rechtsanwälte eingeschaltet. Wie schon in der Ortschaftsratssitzung in Gruol nutzten die Eltern auch am Dienstag die Bürgerfragestunde des Gemeinderates, um auf die große Belastung aufmerksam zu machen: „Wir wünschen uns in dieser Sache mehr Einsatz von der Stadt“, sagte eine Mutter. Die Verhöre seien gerade im Gange. Die Ermittlungen richteten sich insbesondere gegen einen 17-Jährigen, der den Schlüssel zu den Jugendräumen verwahrt haben soll (ein Jugendverein existiert in Gruol nicht). „Es kann nicht sein, dass jetzt ein Einzelner an den Pranger gestellt werden soll“, kritisierte der Vater des Jugendlichen. Er forderte eine Antwort auf die Frage, wer für den Betrieb der Jugendraumes im Gruoler Rathaus zuständig ist: „Wer hat die Aufsicht? Wer hat die Verantwortung?

Bürgermeister Heinrich Götz ließ zu diesen Fragen „keine öffentliche Diskussion“ zu. Er sicherte den Eltern und Jugendlichen jedoch die volle Unterstützung über die Rechtsschutz- und Haftpflichtversicherung der Stadt zu.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel