Bad Imnau Großes Lob für das Bad Imnauer Bürgerhaus

Bad Imnau / Wilfried Selinka 03.09.2018
Mit einem Festakt wurde das Bürgerhaus Bad Imnau seiner Bestimmung übergeben.

Eitel Freude herrschte über das vergangene Wochenende im Kurort Bad Imnau: Mit einem Festakt wurde das neue Bürgerzentrum der Öffentlichkeit übergeben.

In fast zweijähriger Umbauzeit entstand aus dem früheren Schulgebäude ein Gesamtprojekt mit Räumen für die Ortschaftsverwaltung und für die Vereine sowie für den katholischen Kindergarten St. Josef.

Der katholische Kirchenchor Bad Imnau unter der Leitung von Friedrich Stifel gab dem Festakt im Mehrzweckraum der Vereine einen beschwingten Rahmen.

Ortsvorsteher Robert Wenz bezeichnete in seiner Ansprache die Schließung der Schule und ihre Verlegung nach Trillfingen im Jahr 2013 als einen „Schuss vor den Bug“ für den Ortschaftsrat. Die Frage sei damals gewesen, was nun mit dem Gebäude geschehen soll. Eine hilfreiche Vorentscheidung fiel im Januar 2014 durch die Vorlage eines ersten Umbauentwurfes von Archtekt Stefan Beuter. Bürgermeister Heinrich Götz hatte ihn damals im Ortschaftsrat vorgelegt. Seinerzeit wurde außerdem klar, so Wenz, dass der katholische Kindergarten St. Josef dringend saniert werden musste.

Da der Ortschaftsrat sich nach der Kommunalwahl 2014 neu formierte und mehrheitlich hinter dem Projekt stand, wurde nach einer Bürgerversammlung im Frühjahr 2015 ein neues Gesamtkonzept mit Gesamtkosten von 1,2 Millionen Euro vorgelegt. Als „Leuchturmprojekt Bürgerzentrum“ wurde es dann für das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum, ELR, vorgeschlagen.

Dabei sollten die beiden bisherigen Rathäuser, die nun verkauft werden sollen, zusammen mit dem Kindergarten im leerstehenden Schulhaus vereint werden. Der Gemeinderat, erinnerte Wenz, hatte seine Zustimmung bereits erteilt. Und das Regierungspräsidium gewährte Anfang 2016 Fördermittel von 378 240 Euro aus dem Entwicklungsprogramm sowie 180 000 Euro aus dem Ausgleichsstock. Damit stand der endgültigen Planung nichts mehr im Wege.

Ortsvorsteher Wenz war es ein besonderes Anliegen denen zu danken, die den Weg zum Bürgerzentrum ebneten und die sich durch hervorragende Zusammenarbeit auszeichneten: Bürgermeister, Gemeinderat und Stadtverwaltung und hier besonders Stadtkämmerer Timo Müller und der städtische Bautechniker Bernd Wannenmacher, weiterhin Architekt Stefan Beuter, der Ort-­schaftsrat, das Regierunspräsidium, die kirchlichen Träger, die örtlichen Vereine und die Handwerker.

Diesem Dank schloss sich Bürgermeister Heinrich Götz an. Auch er verhehlte nicht seine Freude über das „wegweisende Projekt“, das langfristig einen ungeheuren Mehrwert für Bad Imnau darstelle. Der Verwaltungschef wünschte den Kleinen im Kindergarten wie auch den großen Bürgern in den Vereins- und in den Verwaltungsräumen ein herzliches Glückauf.

Architekt Beuter verwies auf die lange Zeitspanne vom ersten Entwurf bis zur offiziellen Übergabe. Dafür besitze Bad Imnau nun ein Gebäude nach den modernsten energetischen Gesichtspunkten, bei dem die thermische Hülle, Fenster, Dach, Fassade sowie eine neue Heizung den CO2-Ausstoß erheblich verringern. Auch der Brandschutz sei auf modernstem Stand. „Inzwischen ist das Gebäude bereits mängelfrei vom Landratsamt abgenommen“, so der Architekt.

Kindergartenleiterin Evelyn Vogt fasste ihren Dank in dem Gedicht „Unsere Kinder“ zusammen. Die Kinder hätten hier optimale Startchancen.

Pfarrer Dieter Mayer segnete die neuen Räume und die Wandkreuze des Kindergartens. Er erinnerte dabei an die früheren Lehrerinnen und Rektoren der Schule sowie an die früheren Erzieherinnen. Ein Stehempfang der Stadt schloss sich an.

Die Bad Imnauer und viele Besucher von auswärts nahmen dann am Sonntag die Gelegenheit wahr, das neue Bürgerzentrums mit dem integrierten katholischen Kindergarten zu besichtigen.

Allgemein waren für die lichten Räume nur lobende Worte zu hören – schön, dass das frühere Schulhaus keine Brache darstellt, sondern nun sinnvoll genutzt wird, hieß es. Auch das große Engagement der Vereine, die sich in Planung und Umbau eingebracht hatten, fand breite Anerkennung.

Der Tag hatte mit einem Frühschoppen begonnen, zu dem der Musikverein Bad Imnau unter Jochen Schlotter aufspielte. Es bestand in der nebenliegenden Mehrzweckhalle auch die Möglichkeit, ein schmackhaftes Mittagessen einzunehmen. Nachmittags gab es Kaffee und Kuchen, und der Kindergarten unterhielt die jungen Gäste mit einer Spielstraße und mit Kinderschminken. Bewirtet wurde auch im jetzigen „Bürgerhof“, dem früheren Schulhof.

60

Tonnen weniger CO2 stößt das Gemeindezentrum weniger aus als zu der Zeit, in der es noch eine Schule war. Es entspricht dem aktuellen energetischen Standard.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel