Bei der Übergabe schwangen Freude und Stolz über das gelungene 3,2 Millionen Euro teure Projekt mit, das nun Realschule und Gymnasium seit Schuljahresbeginn gemeinsam nutzen.

Bürgermeister Heinrich Götz ging in der Historie des Haigerlocher Schulzentrums in die 60er- und 70er-Jahre zurück, als die damals Verantwortlichen mit den dort errichteten Schulgebäuden im Schulzentrum den Grundstein für den Bildungsstandort Haigerloch legten. Erweiterungsbauten, zuletzt für die Witthaugrundschule, folgten.

Nach dem Raumprogramm, das das Regierungspräsidium genehmigte, fehlen derzeit 13 Klassen, von denen in einem ersten Bauabschnitt sieben zuzüglich Fachklassenräume für die natuwissenschaftlichen Fächer sowie zwei Werkräume verwirklicht wurden. "Durch intensive Beratungen innerhalb des extra gegründeten Schulausschusses und mit der Lehrerschaft, faire Preise und gute Angebote ist man vom zunächst angedachten Kostenrahmen von 3,5 Millionen Euro auf nunmehr 3,2 Millionen Euro heruntergekommen", stellte Götz fest. "Es ist aber dadurch kein Sparbau, sondern ein modernes, den heutigen Anforderungen gerechtes Gebäude entstanden."

Der Bürgermeister dankte Architekt Wolfgang Teuchert und seinen Mitarbeitern vom Büro "ktl" aus Rottweil für die ausgereifte Planung, den beteiligten Handwerkern für die gute Ausführung, dem Gemeinderat, dem Schulausschuss und den Vertretern der Schulen für die gute Zusammenarbeit. Durch dieses Schulgebäude sei man für die Zukunft des Bildungsstandorts Haigerloch gerüstet.

Architekt Wolfgang Teuchert erinnerte an die einzelnen Planungphasen. So habe das Büro "ktl" im März 2010 den Auftrag erhalten, verschiedene Varianten einer Schulerweiterung zu prüfen. Herausgekommen sei der Kompaktbau, für den am 27. April 2012 der Spatenstich erfolgte. Rechtzeitig zum Schuljahresbeginn 2013/14 sei der Erweiterungsbau bezugsfertig gewesen.

Neben den "Whiteboards", den digitalen Tafeln, als Besonderheit verwies der Architekt auch darauf hin, dass jedes Klassenzimmer eine eigene Luftzirkulation mit Wärmerückgewinnung verfügt, was den CO2-Ausstoß mindere. Angenehm ist auch das Tageslicht in den Fluren, das vom Glasdach bis in das Ergeschoss flutet. Architekt Teuchert dankte der Stadt für den Planungsauftrag und den Handwerkern für die fachgerechte Ausführung. Als Geschenk für die Stadt gab es einen Baum, der noch im Eingangsbereich gepflanzt wird.

"Unsere Schulgemeinschaft ist jetzt wieder an einem Standort versammelt. Darüber sind wir sehr glücklich und stolz. Es war ein Schritt in die richtige Richtung", stellte Realschulrektor Bernd Heiner fest, der den Erweiterungsbau für Realschule und Gymnasium als dringend notwendig bezeichnete. Trotz anfänglichem Zögern angesichts knapper Kassen habe sich Bürgermeister Götz beim Gemeinderat für die Schulerweiterung eingesetzt. Dafür gab es einen Dank an Stadtverwaltung und Gemeinderat, aber auch an die beiden Vorgänger im Amt, Martha Caduff für die Realschule und Helmut Opferkuch für das Gymnasium.

Im Anschluss hatten die Anwesenden die Möglichkeit, die neuen Räume zu besichtigen, wobei vor allem die digitalen "Whiteboards" besonderes Interesse fanden.