Bad Imnau Glanzpunkte eines Jahrzehnts

Die Musikkapelle Bad Imnau machte Dirigent Schlotter mit ihrem Auftritt das schönste Geschenk. Foto: Gunar Haid
Die Musikkapelle Bad Imnau machte Dirigent Schlotter mit ihrem Auftritt das schönste Geschenk. Foto: Gunar Haid
Bad Imnau / GUNAR HAID 19.11.2012
Jubiläum: Seit nunmehr zehn Jahren dirigiert Jochen Schlotter den Musikverein Bad Imnau. Das war für die Kapelle und ihren Leiter Anlass, beim jüngsten Konzert musikalische Rückschau zu halten.

Mit einer überzeugenden und beeindruckenden Leistung machten die Musiker des Bad Imnauer Musikvereins ihrem Dirigenten das schönste Jubiläumsgeschenk. Darüber hinaus zeigte sich die Mehrzweckhalle nahezu voll besetzt. Was für ein Dirigentenjubiläum!

Mit der Auswahl der Stücke - die in während seiner Dirigententätigkeit schon einmal aufgeführt worden waren - setzte die Kapelle die Messlatte sehr hoch. Doch unter der bewährten Stabführung gelang die Aufführung aller zwölf Kompositionen bestens.

Das Publikum war nach drei Konzertstunden tief beeindruckt und zufrieden. Drei Zugaben wurden gefordert, wobei das Gesangsduo Jochen Schlotter/Tamara Höpfel bei der Polka "Wir Musikanten" Premiere feierte. Aufmerksamkeit und Beachtung rief auch der Song "Stand by me" von John Lennon hervor. Hier wurde mit Baumaterialien wie Abflussrohren, Besen, Hämmern, Eimern und Flaschen der Rhythmus geschlagen, während Schlotter auf den unterschiedlichen Gläsern die Melodie dazu mit Hilfe des Schlagstocks erklingen ließ. Eröffnet hatte den Abend die Jugendkapelle Hart, Stetten,Trillfingen, Bad Imnau unter der Leitung von Lukas Schmid. Sie zeigte bei den Werken "Theme from Jag", "Guantanamaero" und einer Mischung aus "Star Wars/ Raiders Marsch" einen guten Ausbildungsstand. Eine Zugabe war demzufolge fällig!

In drei Dreierblöcken präsentierte danach die 30-köpfige Imnauer Aktivenkapelle die Hightlights der Jahreskonzerte. Den Auftakt machte aus der Rubrik Filmmusik das Stück "Robin Hood" von Michael Kamen. Bei den Originalkompositionen war "Adebars Reise" von Markus Götz zu hören.

Mit "The Phantom of the Opera" von Andrew Lloyd Webber ging es in die Welt der Musicals. Nach der ersten Pause war dann das Lieblingsstück des Dirigenten zu hören: Der Florentiner-Marsch (Julius Fucik). Es folgte der Kaiserwalzer (Johann Strauß) und die Katharinen-polka des Allgäuers Kurt Gäble.

Mit zunehmender Dauer wurde die Stücke anspruchsvoller und die Musiker liefen zur Höchstform auf. Schlotter kitzelte mit sicherer Zeichengebung und Motivationsgeschick das Letzte an Können aus den Musikern heraus. Der Funke zum Publikum sprang immer mehr über. Der Beifall wurde länger und länger. Im letzten Block nach den Ehrungen wurde es richtig rockig mit dem "Deep Purple Medley" mit dem Hit "Smoke on the Water", arrangiert von Toshihiko Sahashi. Mit dem Swing Medley "Sinatra in Concert" arrangiert von Jerry Nowak, mit dem Welthit "New York, New York" sowie drei weiteren Zugaben - darunter "Musik ist unser Leben" - fand das gelungene Konzert einen würdigen Abschluss.

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