Der Finanzzwischenbericht von Stadtkämmerer Timo Müller am Dienstag im Gemeinderat fiel positiv aus. „Der Haushalt 2021 kommt durch Corona nicht in eine Schieflage“, stellte Müller fest. Man könne sogar mir Steuermehreinnahmen rechnen. Es seien bislang keine Kreditaufnahmen notwendig.
So ergibt sich nach der Mai-Steuerschätzung bei den Schlüsselzuweisungen und weiteren laufenden Zuweisungen ein Plus von 110 114 Euro. Besonders erfreulich: Die Gewerbesteuereinnahmen liegen 679 219 Euro über der Planvorgabe von 2,5 Millionen Euro. Bei den anderen Posten im Ergebnishaushalt sind keine gravierenden Abweichungen zu erwarten.
„Auch bei den Personalausgaben lassen sich tendenziell Einsparungen realisieren, da mehrere Planstellen nicht beziehungsweise nicht durchgängig besetzt sein werden“, so Müller Eine genaue Prognose sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch nicht möglich.
Bei den Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen müsse dagegen, insbesondere bei den Bewirtschaftungskosten durch die gestiegenen Energiepreise, mit Mehrausgaben gerechnet werden. 
Laut Stadtkämmerer mussten bislang noch keine Investitionskredite in Anspruch genommen werden. Das Zinsniveau sei weiterhin sehr niedrig.
Lediglich bei der Gewerbesteuerumlage werden sich aufgrund der höheren Einnahmen Mehrausgaben von 67 922 Euro ergeben. Unterm Strich wird sich somit das Ergebnis auf ein Plus von 711 411 Euro verbessern. Gerechnet hatte man mit nur 45 580 Euro.
Auch im Finanzhaushalt kann derzeit von einem planmäßigen Verlauf ausgegangen werden. Lediglich beim Ausbau der Ortsdurchfahrt Gruol muss mit Mehrausgaben gerechnet werden.
Als größte Baumaßnahme läuft derzeit mit einem Millionenaufwand die Erschließung des Neubaugebietes „Schopfloch“ in Stetten. Verschiedene Ausgaben, wie beispielsweise der Neubau der Hospachbrücke Gruol, werden nicht abfließen, so dass diese in 2022 neu zu veranschlagen sind.
Bei den Einnahmen im Finanzhaushalt rechnet der Stadtkämmerer mit dem Erreichen der Planzahlen bei den Grundstückerlösen, weil derzeit eine starke Nachfrage nach Bauplätzen „Auf Hirschen“ in Gruol, „Brunnenwiesen“ in Bittelbronn und „Stieglesfeld“ in Haigerloch herrscht. Auch die Zuschüsse für Investitionen werden planmäßig eingehen, weil diese nur aufgrund von bereits ergangenen Bewilligungsbescheiden vom Land in den Haushaltsplan aufgenommen wurden.