Ein warmer Finanzregen prasselte am Montag auf Bad Imnau nieder: Aus dem ELR-Förderpool bekommt der Kurort Fördermittel in Höhe von 378.240 Euro für das eingereichte Nachnutzungskonzept der Grund- und Förderschule in ein Gemeindezentrum mit Unterbringung des Kindergartens, der Ortschaftsverwaltung und der Vereine. Die Gesamtinvestition wurde dabei von Stadtkämmerer Timo Müller und Ortsvorsteher Robert Wenz auf 1,2 Millionen Euro angesetzt. Da dieses Projekt genau den Förderrichtlinien - der Erhaltung und Stärkung der Ortskerne insbesondere durch Umnutzung vorhandener Bausubstanz - entsprach, wurde Anfang Oktober kurz vor Ablauf der Abgabefrist der Förderantrag vom Gemeinderat genehmigt und beim Regierungspräsidium Tübingen eingereicht.

Nach dem Umzug der Grundschule nach Trillfingen im Jahre 2013 und der Förderschule im letzten Jahr nach Gruol, steht das 50 Jahre alte Gebäude leer. Noch älter und ebenso stark sanierungsbedürftig ist das Kindergartengebäude, ebenso die beiden Rathäuser in der Kur- und Badstraße. Nun soll das frühere Schulgebäude so umgebaut werden, dass darin alle drei örtlichen Institutionen kompakt untergebracht werden können. Die drei anderen Gebäude würden dann verkauft oder verpachtet - oder im Fale des Kindergartens abgerissen, um Parkplätze zu schaffen.

510 000 Euro für Haigerloch

ELR Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zählt zu den wichtigsten Instrumenten des Landes zur integrierten Strukturentwicklung der Kommunen. In Baden-Württemberg erhalten im Jahr 2016 344 Gemeinden ELR-Fördermittel. Es werden 712 private, kommunalen und gewerblichen Projekte gefördert. Insgesamt stehen im ELR-Programm 65,6 Millionen Euro zur Verfügung. Von den 2,25 Millionen Euro, welche in den Zollernalbkreis fließen, gehen knapp 510 000 Euro nach Haigerloch, davon 378 240 Euro nach Bad Imnau und 131 540 Euro nach Trillfingen.

SWP