Unter der Gesamtleitung von Studiendirektor Graziano Bruno wurde am Gymnasium Haigerloch erstmals als Pilotprojekt die Verkehrserziehung im großen Stil für alle Klassen organisiert. Diese begann am Montag bei den Fünfern mit einem Vortrag über das Verhalten im Schulbus mit Georg Seeg von der Verkehrswacht Zollernalb. Dabei wurde das richtige Verhalten nicht nur in der Theorie aufgezeigt, sondern auch mit einem Bustraining an der Bushaltestelle. Dort wurde mit einem Omnibus der Firma Sidler für alle spürbar aufgezeigt, was passiert, wenn ein Bus mit nur 15 oder 20 Stundenkilometern eine Vollbremsung hinlegt: Nicht nur die ungesicherten Schultaschen werden nach vorne geschleudert, sondern auch die ungesicherten Schülerinnen und Schüler.

Parallel dazu gab es für die Siebener zum Thema "Schütze dein Bestes" mit Polizist Dieter König und ARGE-Mitgliedern einen Vortrag "Rund um das Fahrrad" mit praktischen Übungen, die von Fahrsicherheitsvorführungen bis hin zum Helmtest reichten. Aufgezeigt wurde dabei die Gefahr, ohne Helm zu fahren, und die Bedeutung des Fahrradfahrens mit Helm. In einem Härtetest wurde bewiesen, dass ein Fahrradhelm doch einiges aushält und bei einem Sturz vom Rad vor größeren Verletzungen am Kopf schützen kann. An einem Schaumstoffkopf wurde aufgezeigt, was ohne genügenden Schutz alles passieren kann. Unfallgefahren lauern auch beim Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Das wurde den Achtern in einem Vortrag der Polizisten Jürgen Kohnert und Rüdiger Wysotzki nahegebracht. Im praktischen Teil gab es im Aufenthaltsraum eine "Bobbycarchallange". Im Rahmen dieser Prüfung hatten die Schülerinnen und Schüler Alkoholbrillen auf der Nase, die einem die Wirklichkeit vor Augen führt, wie es sich mit 0,8 beziehungsweise 1,3 Promille Auto fährt. Ob beim normalen Gehen mit diesen Brillen oder beim Fahren mit den Bobbycars - allen wurde deutlich, wie enorm eingeschränkt die Reaktion und das Fahrvermögen unter Einfluss von Alkohol und Drogen sind. Für die älteren Schüler war gerade dieser Teil der Verkehrserziehung ein besonderer Höhepunkt.

Für die beiden Kursstufen ging es als Führerscheinanwärter und junge Fahrer ebenfalls um das richtige Verhalten im Straßenverkehr und zusätzlich um die Themen Bremsweg und Reaktionszeit mit und ohne Alkohol und Drogen. Dabei wurden verschiedene Reaktionstests erarbeitet und zusätzlich in der Praxis eine Bremswegübung mit 30 beziehungsweise 50 Stundenkilometern an der Bushaltestelle absolviert.