Große Kulleraugen, flauschiges Fell, langer Hals und ein Mund, der immer aussieht, als würde er lächeln: Alpakas sind der Inbegriff von Niedlichkeit und wurden genießen den Ruf, auf den Menschen und vor allem auch auf Kinder beim Wandern eine besondere Ruhe auszustrahlen.

Ab Pfingsten werden zweistündige Wandertouren mit Alpakas auf dem beliebten Bad Imnauer Eichhörnchenweg angeboten.  Die Touren finden nach terminlicher Absprache und unter Aufsicht statt. Bedingt durch die Corona-Pandemie können höchstens zwei Familien gleichzeitig eine Tour buchen.

Zielgruppe: Familien mit Kindern

Nach dem Waldbaden, das die Tourismus-AG des Kurortes im vergangenen Jahr mit großem Erfolg neu eingeführt hat, und das sich eher an ältere und stressgeplagte berufstätige Menschen richtet, soll das Alpaka-Wandern ein Angebot speziell für die Zielgruppe „Familien mit Kindern“ darstellen.

Ihre Alpaka-Herde halten die beiden Besitzer Adrian Oswald und Moritz Duffner aus Bierlingen in einem Stall mit Gehege in Starzach-Felldorf. „Sechs Alpakas sind es aktuell, aber es werden noch mehr werden“, so Oswald, der betont, dass man die Jungtiere die ersten sechs bis acht Monate völlig in Ruhe lassen sollte. „Deshalb werden wir zunächst mit maximal drei Tieren mit den Wanderungen anfangen”, kündigt Adria Oswald an.  Neuer Nachwuchs werde in diesen Tagen erwartet. Erst wenn sich die anfängliche Aufregung lege, würden die scheuen Tiere zutraulicher und seien für Wanderungen geeignet. Ansonsten spendeten die Alpakas ihren Besitzern hauptsächlich Wolle, die dann verkauft wird.
Bei Alpakas-Spaziergängen, erklärt Oswald, würden die natürliche Bewegungsfreude geweckt, die Bewegungskoordination gefördert und eine innere Balance erreicht. Soziale Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen, Geduld und Rücksichtnahme würden bei einer Alpaka-Tour ebenfalls gefördert.
Das Ganze soll zunächst abends an Wochentagen, an Wochenenden oder eventuell auch an Feiertagen stattfinden. Dafür sind Anmeldungen und Terminabsprachen mit Adrian Oswald, Tel. 0151/18641746 erforderlich.

Jeder sucht sich sein Tier aus

Und so läuft’s ab: Zunächst darf sich jede Familie oder Kind ein Tier auf der Felldorfer Farm aussuchen. Danach marschiert man auf der gut sechs Kilometer langen Strecke in Richtung Bad Imnau. An der renovierten Mannahütte vorbei, geht es auf dem oberen Eichhörnchenweg bis zur Binder-Madonna, wo eine Rast mit Fotografiermöglichkeit geplant ist. Die Route wird dann fortgesetzt bis zur Liegewiese, am Kotz-Denkmal vorbei zur Hütte „Laibetalblick“ und von dort zurück über das Schuppengebiet zum Ausgangspunkt in Felldorf.

Adrian Oswald: „Es macht Spaß mit einem Alpaka an der Hand spazieren zu gehen und man merkt nicht, wie die Zeit vergeht – geschweige denn wie viele Kilometer man schon gegangen ist. Und entspannter als ein Abend auf dem Sofa ist so ein Spaziergang mit den Alpakas allemal.”

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Langer, dünner Hals und dreieckiger Kopf


Das Alpaka ist eine aus den südamerikanischen Anden stammende, domestizierte Kamelform. Alpakas werden in Deutschland aufgrund ihres ruhigen und friedlichen Charakters auch in der tiergestützten Therapie eingesetzt. Wie bei allen Kamelen ist der Körperbau der Alpakas durch schlanke Beine, einen langen, dünnen Hals und einen dreieckigen Kopf charakterisiert. Sie haben keinen Höcker und sind etwas kleiner als Lamas, mit einem Gewicht von etwa 55 bis 65 Kilogramm sind sie vor allem deutlich leichter. Hengste können bis zu 80 Kilogramm schwer werden. Das Fell der Tiere kann alle Braun- und Rotbrauntönen bis hin zu Grauabstufungen und Schwarz aufweisen. Die Lebenserwartung eines Alpakas liegt zwischen 20 und 25 Jahren.