Die „Lichterfeste“ Chanukka im Judentum und Weihnachten im Christentum haben in diesem Jahr zeitgleich am 25. Dezember begonnen. Dies nahm der Verein Gesprächskreis ehemalige Synagoge Haigerloch zum Anlass, das frühere jüdische Wohnviertel Haag im Kerzenlicht erstrahlen zu lassen.

Auf dem Platz vor der ehemaligen Synagoge, dem Gustav-Spier-Platz, waren viele Kinder und Erwachsene zusammen gekommen, um Kerzen zu entzünden und die Geschichten der beiden Feste zu hören.

Gisela Schumayer und Klaus Schubert begrüßten und lasen die beiden Geschichten vor: Chanukka ist ein acht Tage dauerndes, jährlich gefeiertes jüdisches Fest zum Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 vor Christus. Die Menora, der siebenarmige Leuchter im Tempel, sollte niemals erlöschen. Nach der späteren Überlieferung war aufgrund vorausgegangener Kämpfe aber nur noch ein Krug geweihtes Öl für die Leuchter vorhanden. Nur durch ein Wunder, das Chanukkawunder, habe das Licht jedoch acht Tage gebrannt.

Anschließend erzählten Schumayer und Schubert auch vom christlichen Weihnachtsfest, das von der Geburt Jesu von Nazareth in einer sehr aufgewühlten Zeit erzählt.

Mit dem Lied „Schalom chaverim – Friede sei mit euch“ wünschten sich die Anwesenden gute Feiertage. Viele besuchten noch die Synagoge und nahmen ein Licht mit nach Hause.

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Kerzen in der Mitte des Lichterkreises auf dem Synagogenplatz in Haigerloch symbolisierten den Chanukka-Leuchter. Weitere vier Kerzen standen für den christlichen Adventskranz.