Owingen Bei Schlepperflohmarkt wird gefachsimpelt

Owingen / Wilfried Selinka 16.04.2018
Der fünfte Owinger Schlepperflohmarkt war mit Hunderten von Besuchern und rund 50 Händlern ein voller Erfolg.

Auch in diesem Jahr war dem Flohmarkt rund um das Owinger Rathaus und der alten Kirche mit landwirtschaftlichen Geräten und vielem Zubehör sonniges Frühlingswetter beschieden. Dies war der beste Garant für einen guten Besuch dieses in einer weiten Region einzigartigen Marktes. Dies brachte natürlich auch die Verantwortlichen der über 20 Owinger Schlepperfreunde, die mit ihren Famlien für die Bewirtung sorgen, zum Strahlen.

Auf dem weiten Rund des Dorfplatzes um den Rathausbrunnen hatten rund 50 Händler zirka 20 Schlepper aus den 60er- und 70er-Jahren, unter anderem der Marken Lanz, Deutz, Wahl, Fahr und Porsche, aufgefahren.

Es gab auch verschiedene alte Geräte wie Balkenmäher und weitere landwirtschaftliche Gerätschaften, teilweise auch zum Restaurieren, wie auch viele Kleingeräte, Kleinteile, Reifen und Felgen.

„Es werden jedes Jahr mehr Händler und der Marktbereich muss auf die angrenzenden Straßen ausgeweitet werden“, sagte Organisator Hans-Jürgen Stifel am Sonntag gegenüber der HZ.

So passt denn auch der Schlepperflohmarkt bestens in die Ortsmitte mit ihren Fachwerkhäusern und lässt dabei echte Marktatmosphäre zwischen den alten Gebäuden aufkommen.

Für die Schlepper-Szene, aber auch die vielen in unserer Region noch arbeitenden Nebenerwerbslandwirte, ist ein Besuch in Owingen ein wichtiger Termin im Frühjahr, denn man kennt und trifft sich, fachsimpelt und feilscht um das eine oder andere Schnäppchen, sei es ein ganzer Traktor oder nur ein besonderes Werkzeug, Kleinteil oder Liebhaberstück. Vor allem der freie Eintritt und auch das kostenlose Aufstellen von Ständen und Fahrzeugen lockt Besucher und Händler aus einem weiten Umkreis.

Auch in diesem Jahr war der TÜV Süd mit einem Infostand dabei. Die TÜV-Ingenieure beantworten Fragen und boten auch Hauptuntersuchungen für Traktoren und Anhänger an, was bereits zum Beginn des Marktes gerne angenommen wurde, was die langen Warteschlangen bewiesen. Das Gelände der einheimischen Reparaturwerkstätte und Händlers für Landmaschinen, Forst- und Gartengeräte Braun war ebenfalls in die Marktfläche integriert und gut frequentiert.

Auch das Tübinger Studio des Radiosenders SWR 4 wurde inzwischen auf den regionalen Markt aufmerksam und sendete um die Mittagszeit eine Reportage über den in der Region einmaligen Schlepperflohmarkt.

Reißenden Absatz fanden auch wieder die durch die Owinger Schlepperfreunde angebotenen Sauren Kutteln und heißen Roten, die entweder im vor der Zunftstube aufgebauten Zelt, das um die Mittagszeit voll besetzt war, oder im Freien eingenommen wurden. Mit im Boot war auch die  von einem Brandschaden betroffene kirchliche Owinger Bücherei. Zu Sicherung des Fortbestandes wurden in der Zunftstube Kaffee und Kuchen angeboten.

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